Der weiße Büffel (The White Buffalo) (USA, 1977)

Inhalt zum Film

 

ReWatch gemacht am: 13.09.2016

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Habe ihn mir soeben nach sehr langer zeit wieder angesehen und mir gefällt der Film. Es ist ein recht ungewöhnlicher Western. Statt auf Ganoven oder Indianerjagd zu gehen, steht ein psycisch durchgeknallter Büffel im Vordergrund, der Jagd auf Menschen macht und alles in allem tötet. Der Büffel ist was besonderes. Nicht nur, dass er ein weißer Büffel ist, er überragt andere Büffel mit einer enorm stattlichen Größe und einer ungeheuren Wut. .

Sehr bedeutsam in diesem Film ist auch die ungewöhnliche Freundschaft zwischen der Wildwest-Legende Wild Bill Hickok und der Indianer-Legende Crazy Horse, die sich beide in dem Film gegenseitig das Leben retten und sich schätzen und letztendlich sogar zu Blutsbrüdern werden, was jedoch niemand erfahren darf, da beide sonst mit den ihren Ärger bekommen würde.  Als dritter im Bunde gehörte Jack Warden zum Hauptcast, der bronsons Freund spielte, aber mit Crazy Horse sehr zwiespältig umging.

Überhaupt hat der Film einen tollen Cast. neben Bronson und Jack Warden ("Die Fälle des Harry Fox") spielte Will Sampson eine wirklich starke Rolle als Crazy Horse. samspon ist besonders als Indianer Harlan Twoleaf aus der Krimiserie "Vega$" bekannt. Sampson hatte sogar dieselbe Synchronstimme (Edgar Ott). In Nebenrollen ebenso hochkarätig besetzt. Sp spielte Hollywood-Diva Kim Novak die einzige, bedeutsame weibliche Rolle in dem Film, wobei ihre Rolle gerade mal nur ca. 5 Minuten lang war. noch kleiner war die Rolle von Stuart Whitman, dessen Screentime auf vllt. 3 Minuten kam, ehe Bronson ihn aus der Kutsche warf, nachdem er ihn töten wollte und er gleichdarauf von Indianern ermordet wurde. Ebenfalls dabei Ed Lauter - natürlich als Bösewicht, Clint Walker und Martin Kove ("Cagney & Lacey"). Er machte mit einigen anderen Jagd auf Bronson, doch dieses war im Grunde nur eine kleine Nebenhandlung, die auch recht schnell im Film erledigt wurde. Die eigentlichen 3 Hauptakteure waren eben Bronson, Sampson und Warden.

Obgleich Bronson und Sampson sehr gut in ihre Rollen passten - desto unpassend waren beide auch: Wild Biull Hickok wurde 1937 geboren und starb 1976 - er wurde also nur 39 Jahre alt. Bronson war jedoch beim Filmdreh schon 56 Jahre alt. Da Hickok 1976 starb, aber diese Handlung vor dem Tod war konnte Hickok maximal Mitte 30 gesehen sein - somit war Bronson nahezu doppelt so alt.  Bei Sampson war dies ähnlich. Crazy Horse wurde 1942 geboren und starb 1977, während Sampson 1933 geboren wurde.

Aber OK....man sagte ja Cowboys voraus, dass sie durch ihren harten Arbeitsalltag immer älter aussahen, als sie tatsächlich waren.

Mir hatte diese ungewöhnliche Film sehr gut gefallen. Ich war etwas überrascht, dass der Film eine Altersfreigabe von 12 bekam - ich hätte ihn eine 16 gegeben, da der Film doch einige blutige Szenen hatte, besonders am Anfang, als der weiße Büffel edin ganzes Indianerdorf niedermetzelte oder als bronson sich einiger Revolverhelden entledigte.

Genremnäßig wird der Film als Western / Horror beschrieben. Ist tatsächlich beides auch so korrekt...so merkwürdig es sich auch anhören mag.

Von mir gibts