Der letzte Zug

( Experiment In Terror ) ( USA, 1962 )

Inhalt

 

ReWatch gemacht am:  16.06.2015

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Witzig ist, dass der Film laut FSK Flatschen am Cover FSK: 12 hat, auf der DVD selbst steht jedoch FSK: 16. Wenn ich nun entscheiden würde, würde ich FSK: 16 für richtig empfinden....alleine von der Intensität des Films her.

Lee Remick war seinerzeit schon eine sehr sehr attraktive Frau! Der Film selbst ist sehr sehr spannend und schafft es schon von der ersten bis zur letzten Minute, die Spannung auf hohem Niveau zu halten. Ich fieberte die ganze zeit mit der Remick mit, wie sie agierte...alleine das telefonat zwischen ihr und Ford wo sie ihm versteckte Tipps gab. Ein Kompliment muß ich auch an Ross Martin geben, der ja den Bösewicht in diesem Film spielte. Martin kenne ich eigentlich primär als treuen Artemus Gordon aus der Western-Comedy-Agenten-Serie "Verrückter Wilder Westen" als Partner von Robert Conrad. Hier überzeugte er mich als Bösewicht und spielte ihn wirkjlich mit einer großen Überzeugung....alleine wenn man ihn durch sein Asthma schnaufen hörte wie eine alte Dampflok...baute das zusätzliche Spannung auf.

Das Katz-und -Maus -Spiel war ebenfalls sehr sehenswert. Auch Stefanie Powers, eigentlich ja nur in einer Nebenrolle, spielte ganz gut, wenngleich ihre Rolle natürlich sehr viel weniger Spielraum liess als die von Remick. Klasse auch die kleine Nebenrolle von Clifton James, den ich immer sehr gerne sehe...und ich jedesmal wenn ich ihn sehe immer an seine beiden Auftritte in den James Bond Filmen "Leben und sterben lassen" und "Der Mann mit dem goldenen Colt" als cholerischer Sheriff denke.

Alles in allem ein hochgradig spannender Film, der wirklich keine Schwächen hatte (aus heutiger Sicht ist vllt. das eine oder andere etwas fragwürdig...z.B. das telefonat zwiuschen Ford und Remick, wo Remick immer ums den Brei herumredete, weil sie Angst hatte, dass Ross Martin mithört / abhört, aber Ford am anderen Ende der leitung die Worte aussprach...also falls die Leitung abgehört wurden wäre...wäre Remicks Verhalten ziemlich witzlos gewesen.

Der Film beruht ja auf den Roman "Operation Terror"...den Roman dazu kenne ich leider nicht.

Schade nur, dass die DVD etwas lieblos aufgemacht wurde, keinerlei Bonus (nichtmal die sonst handelsüblichen Dinge waren drauf) - aber Bild und Tonqualität waren sehr gut.

Auch klasse, dass der Film in s/w gedreht wurde, obwohl der Film ja von 1962 war und da der Farbfilm schon den Vormarsch hatte...aber zu diesem Film passte das s/w einfach besser!

Vom Titel "Der letzte Zug" läßt darauf schliessen, dass der Film zumindest zeitweise in einem Zug spielt, was aber nicht so ist, gemeint ist mit dem Wort "Zug" hier eher der Schachbegriff "Zug"