Wer Gewalt sät

( Straw Dogs ) ( USA, 1971 )

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am:  18.06.2017

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Die ersten 10-15 Minuten hatten mir noch nicht so gefallen...mir kam der Film bis dahin sehr "strange" vor, ich hatte fast den Eindruck, dass ganze Dorf lebt recht sektenmäßig. Doch nach un d nach nahm der Film an Fahrt auf. Susan George, die ich eigentlich immer ganz gerne sehe, passt vom Charakter her überhaupt nicht zu dem Charakter von Dustin Hoffman. Hoiffman, der bieder-naive Mathematiker und die quirlige George, die lieber Spass haben will. Hoffmann sagte ja auch, dass George schon, als sie noch in den USA waren, seinen Job als Mathematiker nie so ganz ernst genommen hatte - und das änderte sich auch nicht in dem kleinen englischen Nest.  Das die Bauarbeiter sexuelle Phantasien von George hatten, war nachvollziehbar - sie liess ja auch keine Gelegenheit aus, sie anzutörnen. Zuerst schob sie beim Aussteigen aus dem Auto ihren Rock hoch hoch, dass man ihren Slip sehen konnte - und jeder Bauarbeiter auch tat! Dann, als sie mal duschen wollte, lief sie oben ohne direkt an den Bauarbeitern vorbei und zudem trug sie nie einen BH. Das sie später vergewaltigt wurde, hatte sie ein Stück weit selbstzuverantworten.  Wobei es schon eine miese Masche war, Hoffman erst zum Rebhühner jagen mitzunehmen, ihn dort alleine zurückzulassen, während die anderen beiden zurückfuhren um sie mit der george zu vergnügen

Die tote-Katze-Szene im Kleiderschrank war schrecklich...man wurde ja nie gewahr, wer es letztendlich war, aber ich tippe auf diesen psycho mit der Clownsnase, die immer so debil rumgekichert hatte.

Interessant vom Film ist die Verweandlung von Hoffman's Charakter: Bieder, schüchetrn und überaus naiv und durch und durch an das Gute im Menschen glaubend begann er den Film, sein Charakter bröckelte, las ihn Susan George einen Feigling nannte wegen der toten Katze und er die scheinbaren Täter nicht auf den Zahn fühlte. Bröckelte dann noch mehr, als er nzum Rebhuhn jagen mitgenommen wurde, und er eines der Rebhühner erschossen hatte, ihn danach behutsam hochnahm und er sich selbst hasste, das Tür - quasi für nichts - erschossen zu haben. Als dann der ganz Dorf-Mob  sein haus wegen Henry Niles stürmen wollte, stieg er über sich hinaus. Nachdem er  es längere Zeit mit guten Zureden probierte, sie sollten doch bitte weggehen und alles nichts half und der Mob sein Haus immer mehr eintrümmerte, Scheiben zerschlugen, Vorhänge anzündeten, wehrte sich Hoffman endlich und wuchs über sich hinaus - und schaffte es tatsächlich alle 5 Widersacher zu töten, die meisten erschlug er mit den Schürhaken, 2 verbrannte er mit heißer Säure, die er kochte am gesicht, und dem Chef-Mob schoß er - eher per Zufall sein ganzen Fuß weg. Ausgelöst wurde alles sicher auch dadurch, als der Mob versehentlich den Bürgermeister erschossen, der auf Hoffmans Seite war.

Erschreckens, wie George Hoffman immer wieder aufforderte, denen Henry Niles auszuhändigen, damit sie ihn töten konnten wegen dem vermeintlichen Vergewaltigungsmord an Janice. Was Hoffman ja nich im Film gewahr wurde war ja, dass George Tage vorher selbst von 2 der Bauarbeiter vergewaltigt wurde und sie so erst recht keine Sympathie für einen anderen Vergewaltiger finden konnte.

Das Ende blieb letztendlich offen - zumindest der Aspekt, ob Hoffman, nachdem er Henry Niles der Polizei übergeben hatte, wieder zurück zu seiner Frau fuhr oder eben dem ganzen Dorf den Rücken zukehrte  um woanders ganz neu anzufangen. Immer und immer wiedre zeigte der Film ja auch, dass Hoffman und George einfach charakterlich zu verschieden waren und so glaube ich, wie ja auch "Tante Wki" schrieb, dass er danach nicht wiedre zu George zurückfuhr. Das würde auch die beiden Sätze am Ende erklären, nachdem er Niles zum Auto brachte und er zu George sagte "Ich gehe jetzt, ist das in Ordnung?" Und George antwortete "Ja, geh!"  Und eben der Schlußsatz des Films, den Tante Wiki ja schon schrieb und hier hier nochmal zitiere:

Zitat
Anschließend lässt er seine Frau allein in dem Haus mit den fünf getöteten Männern zurück, um Niles zur Polizei zu bringen. Dieser Abschied scheint ein Abschied für immer zu sein, denn im Auto sagt Niles zu David: „I don’t know my way home“ (Ich weiß nicht, wie ich nach Haus kommen soll), worauf David entgegnet: „That’s okay. I don’t, either“ (Das macht nichts, ich auch nicht).


Das der Film damals (1971) nur gekürzt gebracht wurde, ist verständlich - es waren für damalige Verhältnisse schon Szenen darin, die recht hart waren. Zum Glück gibts den Film ja mittlerweile seit Jahren uncut bei uns.

Bemängeln muß ich an der DVD jedoch den Ton, der mir recht dumpf vorkam...also der deutsche Ton.