Mit Dynamit und frommen Sprüchen (Rooster Cogburn) (USA, 1975)

Alternativer Originaltitel: Rooster Cogburn and the Lady

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 26.08.2018

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Nachdem ich davor "Der Marshal" mit John Wayne angesehen hatte, war es passend, als nächsten Wayne-Film den Sequel dazu anzuschauen. Dabei hielt Wayne immer nie twas von Sequels, lehnte sie sogar ab. Dieses war sein erstes Sequel nach seiner "The Three Mesquiteers" Reihe aus den 30er Jahren. Vermutlich machte er ihn, um sich bei "True Grit" für seinen Oscar zu bedanken und die Gelegenheit mit Katharine Hepburn zusammenzuspielen.

Vier Jahre waren nach dem ersten Film in Wirklichkeit, als auch in der Storyline des Films vergangen - wenngleich dem Drehbuchschreiber  (oder in der Synchro, glaube aber eher ersteres) ein Fehler unterlaufen war. Gegen Ende des Films wurde erwähnt, man schreibt gerade das Jahr 1880...aber bereits zu "Der Marshal" war man im jahre 1880, richtig wäre also hier gewesen, 1884 zu sagen. Es ist schon schade, dass man kaum erkennbare Verbindungen zu "Der Marshal" hergestellt hatte, keine Erwähnung in einem Datz, was aus Matty wurde. Richter Parker, in "Der Marshal" noch von James Westerfield gespielt, mußte ja umbesetzt werden, da der Schauspieler 1971 verstorben war. An seiner Stelle trat nun John McIntire. Schön war es aber, das jedenfalls Chen Li wieder dabei war, aber auch selbst er mußte umbesetzt werden. Der Schauspieler H.W. Gim verstarb 1973 ebenfalls. Gim und Wayne spielten bereits vor "Der Marshal" in "Die Hafenkneipe von Tahiti" (1962) und "MacLintock" (1963) zusammen. 1942 lernte man sich bei den Dreharbeiten zu "Der Draufgänger von Boston" kennen, wo er ebenmfalls eine sehr kleine Rolle gespielt hatte. In diesem Film mußte er durch Tommy Lee (nein....weder der Drummer von der Rock-Band Mötley Crue" noch der Schauspieler Tommy Lee Jones, der 2010 Wayne als Rooster Cogburn ablöste) ersetzt werden. Schön war aber, dass er den Army-.Colt, den Matty ihn zum Schluß geschenkt hatte, noch trug. Gedreht wurde dieser Film übrigens in Oregon.

Die Co-Stars:
Diesmal spielten die beiden Hollywood-Giganten John Wayne und Katharine Hepburn erstmals zusammen. Überhaupt schaffte es Hepburn wie keine zweite mit nahezu allen meiner Lieblings-Schauspieler von früher zusammenzuspielen: Humphrey Bogart, James Stewart, Cary Grant und jetzt eben auch John Wayne. Ebenfall dabei war Anthony Zerbe ("Lt. Trench" aus "Harry O." ) als Verbrecher Breed, der einst mit Cogburn geritten war und heute noch befreundet sind. Richard Jordan ("Harley Gage" aus "Der Schutzengel von New York") war als Oberbösewicht Hawk zu sehen. Und Dauer-Bösewicht Paul Koslo als Bandenmitglied Luke sowie Lane Smith (Perry White aus "Superman-Die Abenteuer von Lois & Clark") als Bandenmitglied Leroy. Nicht zu vergessen, dass Strother Martin auch wieder dabei war. bereits in "Der Marshal spielte er mit, in diesem Sequel war er jedoch in einer anderen Rolle dabei. Er spielte hier den spleenigen, menschenverachtenden Floßbesitzer McCoy.

Die DVD & BluRay:
Wie von fast allen John Wayne-Filmen besitze ich auch hier die deutsche DVD Erstveröffentlichung, nämlich diese hier. Neben zahlreichen Sprachen und noch mehgr Untertiteln waren als Bonusmaterial nur der Original Kinotrailer dabei, das Menü selbst ist mit dem Theme des Filmes unterlegt. Mittlerweile ist der Film ja auch auf BluRay erschienen. Über das Bonusmaterial kann ich dazu leider nichts sagen. Von besagter BluRay gibts auch noch eine weitere Variante, die sich scheinbar nur vom Cover unterscheidet.

Zum Film selbst:
John Wayne kehrt als Whiskey-saufender  mürrischer Marshal Rooster Cogburn zurück! Diesmal erfährt man auch mehr über ihn. Mit richtigem Vornamen heißt er "Ruben" - will aber nie so genannt werden. Den Namen "Rooster" hatte er bekommen, weil er so stolz und laut und unerschrocken wie ein hahn ist  Wie schon im ersten Film wurde seine kurze Ehe erwähnt, und das seine Frau ihn durch seine Sauferei verlassen hatte. Von seinem Sohn wurde, im Gegensatz zum ersten Film, diesmal nichts erwähnt.

Cogburn stand gerade vor Gericht, als er seine Aussagen zu seinem jüngsten Fall bei Richter Parker machte. Cogburn passierte diesmal ein kleines "Malheur". Weil sich seiner Beschreibung nach die Bösen nicht gleich ergeben wollten und er daraufhin alle umlegte, erschoss Cogburn auch versehentlich seinen bei diesem Auftrag  ihm zur Seite gestellten Deputy. Vor Gericht stellte Cogburn es so dar, dass er von der Bande erschossen wurde. Herrlich war, Roosters Gesicht, als er merkte, dass er aus Versehen einen falschen erschoß. Ein kleines "Oh....ups!" war seine einzigste Reaktion dazu    Parker hatte nun genug von Cogburns Wildwest-Cowboy-Methoden. In seinen mittlerweilen 8 Dienstjahren als Marshal hatte er insgesamt 64 Leute, die er eigentlich verhaften sollte, umgelegt, weil sie sich seiner Erzählung nach der Verhaftung widersetzen. Rooster meinte dazu "Ähm...es waren eigentlich nicht 64, sondern nur 60...4 davon hatten überlebt...naja, so gerade so jedenfalls!" .  Parker war zudem alles andere von Roosters Erscheinungsbild begeistert und nannte ihn einen "versoffenen. fetten Revolverhelden, nach Schweiß und Fusel stinkend. Er würde ja nicht einmal mehr seine Weste zubekommen wegen seinem dicken Bauch!" . Rooster daraufhin "Versoffen? das verbitte ich mir! Ich habe heute seit dem Frühstück keinen Whiskey mehr getrunken! das ist ähm...jetzt schon 3 Stunden her!" 
Parker nun nun genug und suspendierte Cogburn und schickte ihn in Rente. Rooster war perplex...akzeptierte es aber, gibg zu Chen Li und seinem versoffenen Kater General Sterling Price und genehmigte sich erstmal ein paar.  Die Katze war ja schon im ersten Filmd er Hit...diesmal noch mehr. Chen Li hatte ihr Wasser hingestellt, sie roch dran und miaute  üstend. Dann kam Rooster, gab einen ordentlichen Schuß Whiskey dazu und ihr schmeckte es und sie bedankte sich bei Rooster .

Wenig später tauchte Richter Parker bei Rooster auf um ihn ein Angebot zu machen: Die berüchtigte Hawk-Bande treibt ihr unswesen und verbreitet überall Angst und Schrecken. Andere Marshals hatten Schiß, sich mit der Bande anzulegen und Parker hatte nun keine Wahl, bei Cogburn zu Kreuze zu kriechen und bot ihm lukrative 2000 Dollar an, die als Belohnung für die Ergreifung der bande standen. Bedingung ist jedoch - dass er jedenfalls Haw lebendig zu Gericht bringt, damit Parker ihn verhaften kann. Im Gegenzug würde Cogburn auch seine Marke zurückbekommen. Rooster willigte - mehr wegen des Geldes ein. Beim heraustreten trat Parker der Katze voll auf den Schwanz und von ihr kam nur ein ganz verquertes "Miau" heraus und er meinte zu Cogburn "Unglaublich...sogar ihre Katze ist ja ständig besoffen"! 

An einer anderen Stelle mußte die alternde Missionarin Eula Goodnight (Katharine Hepburn) zusammen mit ihrem steinalten Vater sich gegen einer Bande Rowdies wehren. Sie terrorisierten eine Gruppe Indianer, die auf dem Missionarsgelände leben durften. Eula und ihr Vater stellten sich ihinen mutig und bibelfest in den Weg. Hawk imponierte dies wenig und schoß mehrfach vor ihre Füße, doch sie wich keinen Zentimeter zur seite, was ihm schon etwas imponierte. Als man anfing, die Indianer zu schlagen und zu erschiessen, setzte sich Eulas Vater zur Wehr und wurde dabei von hawk erschossen. Eula war am Boden zerstört.  Von den Indianern überlebte nur der junge Wolf. Rooster erschien gerade bei ihr, als sie gerade die Leichen begruben. Rooster erkundigte sich, wohin Hawk und seine Bande geritten sind. Gleichzeitig forderte er Eula und Wolf auf, mit ihm zu kommen, hier sei es viel zu gefählich. Dieses erinnerte mich sehr an den Wayne-Western "Man nennt mich Hondo", wo es ja eine nahezu identiscdhe Szene gab. Zuerst weigerte sich Eula, ihr Grund und Boden zu verlassen, liess sich aber denn doch überreden. Rooster merkte schnell, dass diese alte resolute Dame genau weiß, was sie will und das man ihr nichts vormachen konnte. Er brachte sie in eine kleine Stadt, wo sie in Sicherheit waren. Doch Eula hatte es sich mittlerweile anders überlegt. Sie kaufte sich ein gewehr und Munition und hatte es sich fest vorgenommen, Rooster zusammen mit Wolf zu begleiten. Rooster lehnte entschieden ab, kam aber gegen die starrsinnige alte Frau nicht an. Unterwegs konnte Eula Rooster mit einem grandiosen Meisterschuß beweisen, dass sie eine sehr gute Schützin ist, was Rooster imponierte.

Rooster befürchtet, dass Hawk plant, die Bundesbank zu überfallen, die sich in der nähe befindet. Zu diesem Zweck hatte Hawk sich eine ganze Wagenladung Nitroglycerin besorgt,sowie ein auf ein Sockjel stehendes Maschinengewehr. Mit einem Trick von Rooster gelang es ihn, beides von Hawk abzujagen, indem er ihn vorgaukelte, dass er eine ganze Armee dabei hätte.  Kurz danach wollte Hawk beides Rooster wieder abjagen, indem er das nächtliche Lager angriff und Wolf als Geisel mitnahm. Doch Rooster stattete Wolf mit einem kleinen wirklicsamen Colt aus, welchen Wolf erfolgreich einsetzte und sich damit selbst befreite und sie somit entkommen konnten.

Unterwegs half Eula Rooster bei seiner Spesenabrechnung, die Rooster völlig wirr und unübersichtlich hatte, sich zudem verrechnet hatte und Kosten auf die Liste setzte, die er garnicht ausgegeben hatte und Rooster m einte "Das merkt Parker doch eh nie!" Anscheinend verlangten sie damals noch keine Quittungen für Spesen.  Eula war zudem sauer, als sie sah, wie sich Rooster einige Whiskey aus seiner Flasche hinter die Binde goß und machte Rooster über die Gefahr einer Leber eines Alkoholiers aufmerksam....Rooster verstand natürlich nur Bahnhof!. Dann geriet das ungleiche Paar mehrfach lautstark aneinander, wobei Eula Rooster vorwarf, ein unordentlicher nach Schweiß stinkender Alkjoholier zu sein. Doch Rooster berührte dies nicht sonderlich  und meinte "Ihnen wäre es wohl lieber, wenn ich statt meiner Whiskey-Flasche in meiner Seitentasche ein Stück seife und in meinem Revolvergürtel eine Bibel hätte, was?" .

Witzig denn noch die Jagd nach dem Abendessen. Rooster und Wolf gingen los, um was zu schliessen....hatten jedoch kein Glück, Als sie ins Lager zurückkehrten, brutzelte Eula  bereits einen Truthahn ...den sie geschossen hatte. Rooster war sichtlich beeindruckt.

Um ans Ziel zu gelangen, mußte man einen Fluß überqueren. Sie liehen sich beim alten McCoy, der für Menschen nichts übrig hatte, sein Floß, beluden das Nito darauf und die große MG-Kanone und stachen in See. Hawk wußte, dass sie über den Fluiß mußten. Er liess eine durch Breed und Luke gestellte Wasserfalle zuschnappen. Sie spannten ein dickes Seil über den Fluß. Doch Breed und Rooster waren immer noch Freunde und Breed schuldete Rooster von früher noch sein leben. Er erschoss Luke und warnte Rooster vo rdem Seil. Rooster bedankte sich und Breed meinte, sie seinen jetzt quitt.

Breed ahnte nicht, dass diese Tat ihm letztendlich das Leben kosten wird. Als Hawk sich nach den genauen Umständen erkundigte und Breed sich in Widersprüche verstrickte, roch er den Braten und warf Breed von einer hohen Klippe, wo er in den Tod stürzte. Hawk will nun abrechnen. Rooster muß durch die Stromschnellen mit dem Fluß durch und falls er diese überlebte, würde er mit seinen übrigen Männern auf ihm im Fluß warten. Rooster gelang es, die Stromschn ellen zu durchqueren, dabei verloren sie jedoch das die Maschinengewehr-Kanone. Nun sah man sich Hawks Männern gegenüber. Rooster hate einen Plan, warf 6 Kisten des Nitros über Bord, was Hawk vorgaukeln sollte, die Stromschnellen hätten ihn geschafft. Als er dann Eula und Wolf sah, berichte Eula ihnen, sie würden aufgeben. Rooster hatten einen schweren Unfall in den Stromschnellen erlitten. Sie würde das Dynamit herausgeben, wenn sie freien Abzug bekommen. Zum schein liess Hawk sich darauf ein. Rooster wußte es. Als die 6 Fässer nahe an Hawk und seinen Mänern waren, erhob sich Rooster und feuerte mit seinem Gewehr auf die Fässer, die daraufhin explodierten und alle die ganze Bande ins Jenseits schickte.

Rooster wußte, dass Parker nicht begeistert sein würde und er sein Abzeichen damit entgültig vergessen kann. Doch Eula  sprach vor Gericht ein einzigartiges Playdoyer, worin sie selbst sagte, sie hätte auf die Fässer geschossen, obwohl Rooster es ihr untersagt hätte. Tatsächlich überzeugte sie Parker davon...auch wenn er skeptisch blieb  Rooster bekam sein Abzeichen zurück, verabschiedete sich von Eula, die ihn nun offiziell als ihren besten Freund nannte und bedankte sich für dieses tolle Abenteuer.

Von mir bekommt dieser Film abermals  5 Sternen. Ein wahrlich supertoller Spät-Western mit viel Humor, Spannung und Action, tollen Schauspielern und wieder einzigartigen schönen Landschaftsaufnahmen.