Chatos Land (Chato's Land) (USA, 1971)

Inhalt zum Film

 

ReWatch gemacht am: 07.08.2016

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Hatte mir die Uncut-DVD letzte Woche günstig geschossen. Mir hatte der Film sehr gut gefallen. Bronson hatte tatsächlich wenig Dialog. Ganze 2 kurze Sätze sprach er ganz am Anfang des Films, woran man hörte, dass Stammsprecher Michael Chevalier ihn synchronisierte. Na, der wird sich gefreut haben...mit der Synchro war er ja flott durch  Spätger, als Bronson sich mit den Apachen unterhielt (ca. 3-4 Sätze), sprach sich nur in der Indianersprache, was nicht synchronisiert wurde und man Bronsons "echte" Stimme hörte.

Was hatte Chato (Bronson) nur getrieben, in die Stadt zu reiten, in den Saloon zu gehen und sich ein Whiskey zu bestellen? Dabei wird er doch gewusst haben, dass diese Stadt stark indianerfeindlich war. Für mich hatte Chato die ganze Sache von Anfang an forciert. Es stand auf dem Cover, Chato hätte in Notwehr den Sheriff erschossen. Sah ich aber nicht so. Sicher, der Sheriff hatte ihn angemacht, hatte aber keine Waffe gezogenb. Chato drehte sich um und knallte den Sheriff ab und flüchtete sofort aus dem Saloon. Für mich wirkte es so, als ob Chato das alles - weswegen auch immer - hinaufbeschworen hatte. Folglich ging eigentlich die ganze Hetzjagd (er wußte doch sicher, dass er für den Mord an einen Sheriff gejagt werden würde) Das später Chatos Frau brutal vergewaltigt wurde...ging somit schroff gesehen auch auf sein Konto.

Da jagen 13 Männer einen einzelnen - und die 13 Männer schaffen es nicht, einen einzelnen zur Strecke zu bringen. Letztendlich muß man sagen, dass sie auch über sich selbst gestolpert sind. Weil sie sich im Laufe des Films nicht mehr grün waren haben 4 davon sich quasi untereinander selbst umgelegt.  Jack Palance war ein interessanter Anführer. Strategisch, clever....nur leider nicht energisch genug gegen seine Männer. Es wunderte mich, dass palance als zweiter Hauptdarsteller schon ca. 15 Minuten vor Filmende starb - er wurde von Simon Oakland erschossen. Starke Leistung von Richard Jordan. Er spielte den heißblütigen Earl wirklich sehr überzeugend. Klar...er spielte ein echt fieses Schwein, aber eine tolle schauspielerische Leistung....in meinen Augen sogar der charismatischste von allen - inkl. Palance.  Leider starb er als zweites aus der Gruppe.

Chato ging nach einer psychologischen Kriegsführung vor....er hatte im ganzen Film über das Heft in der Hand und liess seine Gegner wie Schachfiguren rumspringen. Er hatte auch nicht eine Sekunde lang etwas nicht im Auge. Tragisch nur, dass sie seinen Bruder erwischten. Aber schon echt clever, wie Chato die Bande auseinandertrieb und sie denn einen nach dem anderen erledigte.

Unnötig von Chato fand ich nur, dass er auch die beiden letzten der Gruppe (William Watson & Roddy McMillan) auch zur Strecke brachte. Gerade die beiden hatten sich ja gegen die anderen gestellt....wollten die Vergewaltigung an seine Frau verhindern, konnten es nur nicht, weil Ralph Waite sie mit seiner Waffe in Schach hielten. Nachdem sie die beiden letzten Überlebenden waren und die Jagd auf Chato schon sehr viel früher beenden wollten und gegen Ende des Films schon auf dem Heimweg fahren, rechnete Chato trotzdem noch mit ihnen ab. Das fand ich unnötig. ich an Chatos Stelle hätte die beiden ziehen lassen. Somit war Chato der einzigste Überlebende

Merkwürdig fand ich, dass der Film garkeinen Abspann hatte. Aber dennoch ist er uncut, hatte beim Kauf extra drauf geachtet, die Uncut-Version zu holen, wobei die Cuzt-Fassung auch nuch einige Sekunden gekürzt war....aber dennoch. Gekürzt war bei der Fassung sicher die Szene gegen Schluß, wie Watson nach dem Schiß mit dem Gesicht ins Lagerfeuer fiel.

Insgesamt gesehen ein wirklich toller Western, sehr spannend und eine typische Handschrift von Michael Winner. Insgesamt gesehen hätte damals auch Burt Reynolds die Rolle spielen können, der zu der zeit ja auch 3x einen Indianer-Halbblut spielte.