Der Seefuchs (The Sea Chase) (USA, 1954)

Inhalt zum Film

 

ReWatch gemacht am: 15.07.2018

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Wissenswertes / Interessantes:
Schon ungewöhnlich, dass ausgerechnet der wohl amerikanischste Amerikaner überhaupt - John Wayne - ausgerechnet einen deutschen Offizier im 2. Weltkrieg spielt Obwohl es den Anschein erwecken könnte, dass es sich bei diesem Film um eine Biographie, um das Leben des deutschen Schiuffkapitäns Karl Ehrlich handelt, stimmt es nicht. Dieser film ist reine Fiktion und weder Karl Ehrlich noch das Schiff "Ergenstrasse" hat zur Zeit des 2. Weltrkriegs je existiert. James Arness spielte ein viertes und sogleich letztes Mal (im Folgejahr startete Arness mit "Rauchende Colts", die ja 20 Jahre lang im TV lief) mit seinem guten Freund John Wayne zusammen., Nach ihrer ersten Begegnung in "Marihuana" (1952) folgten "Das letzte Signal" (1953), "Man nennt mich Hondo" (1953) eben "Der Seefuchs" (1954/55). Zudem traf Wayne hier erstmals auf Hollywood-Legende Lana Turner. Synchronisiert wurde John Wayne, wie zuvor in "Das letzte Signal" und "Man nennt mich Hondo" von Curt Ackermann , der ihn in "Die Comancheros" ein viertes und letztes Mal dann sprach. Für den Film wurden einige Namen leicht abgeändert: Erster Offizier Kirchner hiess in der deutschen Synchro "Körner", "Schlieter" hiess eigentlich "Schlüter". Ich vermute, dass es ja ein deutsches Schiff mit deutschen Charakteren waren, die deutsche Schreibweise korrekt ist und es nur für die US-Fassung abgeändert wurde, da die keine Umlaute haben und diese auch nicht gut aussprechen können

Zur DVD:
Die Bildqualität der DVD ist in meinen Augen wirklich sehr gut. Das Bild befindet sich im Kinoformat von 16:9 - 1.77:1 auf der DVD. Das Bonusmaterial ist hier leider vpraktisch nicht vorhanden, lediglich eine Trailershow mit 5 weiteren John-Wayne DVDs. Dafür eine reichhaltige Auswahl an verschiedenen Untertiteln, sowie neben der deutschen auch die englische und spanische Tonspur. Eien Bluray zu dem Film ist gegenwärtig noch nicht auf den Markt.

Zum Film selbst:
John Wayne spielt der deutschen Marini-Kapitän Karl Ehrlich, der mit seinem Schiff, die Ergenstrasse, seit geraumer Zeit in Sydney, Australien, vor Anker liegt. der film beginnt zu dem Zeitpunkt, als der 2. deutsche Weltkrieg gerade begann. Ehrlich hatte sich mit dem britischen Schiffcaptain Jeff Napier angefreundet, macn schätzte sich gegenseitig. Obwohl sich Ehrlich durchaus als deutscher Patriot nennt, ist er sogleich ein Ablehner gegen Adolf Hitler, ein grund, weswegen ihn die Deutschen fernab der Heimat auf einem eher unbedeutenden Stützpunkt ruhen liess. Eines Tages bekommt Ehrlich von dem deutschen Generalkonsul, der sich gerne in sydney befand, die Order, die deutsche Spionin Elsa Kelleraus Australien ins südamerikanische Valparaiso zu befördern. Ehrlich muß sich entscheiden: Entwedre nimmt er diesen Befehl an oder er landet in einem britischenInternierungslager. In der Nacht stach Ehrlich dann in See, sehr zur Verwunderung seines Freundes Jeff. Dieser wurde Tags darauf von seiner Admiralität aufgetragen, Ehrlich zu verfolgen und ihn und die Ergenstrasse unschädlich zu machen. Karl kannte Elsa, kannte sie als intigrantisches Biest, dass Männer um den Finger wickelt um sie für ihre politischen Ziele einzuwickeln - jüngstes Opfer war ausgerechnet Jeff.

Auf dem Weg zum Ziel geht der Ergenstrasse die Holzkohle aus. Ehrlich beschliesst, unnäötigen Holzbelast zu verheizen, als dieses nicht ausreichte, befahl er 3 der 4 Rettungsbotte zu Kleinholz zu verarbeiten, was auf argen Mißmut bei der Besatzung stiess. Im rechten Moment erreichte manb die Auckland Inseln, wo einige holländische Fischer gestrandet sind, und auf Rettung warten. Ehrlich wiess seinem ersten Offizier Kirchner an, den Leuten 3/4 des proviants abzunehmen und ihnen Hilfe zukommen zu lassen. Doch Kirchner widersprach den Befehl, nahm den gesamten proviant und tötete die Fischer, wovon Ehrlich nichts ahnte. Als wenig später die Briten dort eintrafen, und das Massaker sahen, starb in Jeff die Freundschaft in Karl, wußte nun, dass Karl die Leute offenbar ermorden liess.

Ehrlich wies seine Leute zur schwersten Arbeit auf, um ihr Ziel zu erreichen und lies sie erst 14, spätare gar 18 Stunden täglich schuften. Bei einem hai-Angriff verlor einer seiner Männer ein Bein, der wenig später auch noch Wundbrand bekam. Als er mitbekam, dass seine Überlebenschancen null sind, beschloss er, sein leben ein Ende zu setzen, um seiner Crew nicht länger zur Last zu fallen..

Durch einen Funkspruch erfuhr Karl, dass "er" die Holländer ermordet hatte und stellte Kirchner zur Rede, der es auch sogleich zugab. Karl prügelkte ihn und entliess ihn aus dem aktiven Dienst, um ihn später vors Kriegsgericht zu stellen. Zuvor machte er einen Eintrag über den wahren Vorfall ins Logbuch. Karl und Elsa schätzten sich immer mehr und kamen sich sehr nahe.

Schliesslich gelang es Ehrlich nach Valparaiso zu kommen, wo man ihnen einen festlichen Empfang bot. Später traf auch Jedd ein, der keinen Hehl aus seiner Verachtung zu Karl machte und ihn mit dem Mord konfrontierte. Da Karl nicht offen die Wahrheit zugeben konnte, hielt er sich bedeckt, gab nichts zu und bestritt auch nichts.. Stattdessen drehte der Generalkonsul den Spiess um, stellte die Briten als die Mörder dar. Karl hatte nun die Order nach Hamburg zu kommen um dort ins Kriegsgeschehen einzugreifen. Sein aufpolierter Ruf drang bis nach Deutschland. Elsa beschloß, Karl zu begleiten. Ausgerüstet mit neuer Kohle und neuen Rettungsbooten stach man in See und kam flott bis nach Norwegen voran.

Was Karl nicht ahnte war, dass er von seinem eigenen Land verraten wurde. Hitler liess Ehrlich nur als Köder fungieren, gab den Standort der Route den briten vor, die sich nun auf die Ergenstrasse stürzte, damit Hitler bei sich leichteres Spiel hatte. Ausgerechnet von Jeffs Schiff wurde Karl angegriffen und wußte, dass er keine Chance hat. Er entliess seine gesamte Crew auf Rettungsbooten, lediglich Kirchner liess er an Bord. Er übergab Schlieter das Logbuch mit der dringenden Order, es Jeff zukommen zu lassen. Er sollte mit ihm zusammen hier auf der Ergenstrasse untergehen. Karl merkte zu spät, dass auch Elsa an Bord blieb.  Zusammen wollte man nun das britische Schiff rammen. Eine reine Selbstmord-Mission. Jeff hatte keine andere Wahl, als die Ergenstrasse zu vernichten. Schlieter übergab Jeff das Logbuch und er wußte nun, was sich wirklich abgespielt hatte und das karl kein Mörder war.

Karls Selbstmordmission liess nichts anderes zu: In deutschland geschasst und mißbraucht, in england wäre er interniert wurden, entschloss Karl sich zu einem Mittelweg. Doch der Film endete mit einem kleinen Cliffhanger: Karls letzter Befehl lautete, das letzte Rettungsboot startklar zu machen. Später, bei den Trümmern fand man keine Leichen, was aber auch nicht verwunderlich war durch die starken Strömungen und der Explosionen. Es bestand die Möglichkeit, dass Karl udn Elsa das norwegische Festland noch erreicht haben. Ob dieses wirklich gelang oder sie auf dem schiff starben, wurde nicht mehr bekannt. Jeff, der den ganzen Film als Off-Sprecher verfolgte meinte als letzten Satz nur "Jeder, der Karl kannte, wußte, welchen Weg er gewählt hat...". Welcher das nun definitiv gewesen war, erfuhr man nicht mehr...

Ich fand den Film sehr gut, ungemein spannend und mitreissend - der Film bekommt von mir