Der Mann, der die Katzen tanzen liess (The Man who loved Cats dancing) (USA, 1973)

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 29.06.2016

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Mir gefällt dieser Film viel besser, wie ich ihn in Erinnerung habe. An Reynolds Seite diesmal keine bildhübsche Frau, sondern mit Sarah Miles eher etwas solides. Auch in Reynolds Charakter nicht leicht in eine Schublade zu werfen. Ausgangspunkt dieses Films war schon, bevor der Film begann, dass Reynolds indianische Frau von einem Weißen mißhandelt wurde, er diesen ermordet und anschliessend auch aus Hass, was der Mann seiner Frau angetan hatte, seine Frau auch erwürgte. Reynolds wurde daraufhin eingesperrt - jedoch nur für wenige Jahre, da der Mord an einem Indianer im Wilden Westen schon als Lapalie abgetan wurde. Die beiden gemeinsamen Kinder lebten fortan bei dem bruder von Reynolds Frau. Nachdem Reynolds - der zuvor ein geachteter Captain  des Bürgerkriegs war, entlassen wird, schlägt dieser eine Laufbahn als Zugräuber an - und führt eine Bande Outlaws an, die vom Charakter her Abschaum sind. Zu seiner Bande gehören der junge Bo Hopkins, der durchtriebene Jack Warden und ein ehemaliger Indiander, der sich seinen Stamm abgewandt hatte um wie ein Weißer zu leben.  Bei einem Überfall kommt ihnen ausgerechnet Sarah Miles in die Quere, die gerade vor ihrem prügelnden Mann davongelaufen ist. Zuerst wurde die Frau - damit sie sie nicht verpfeift, als Geisel mitgeschleppt  doch nach und nach freunden Reynolds und Miles sich an. Man könnte glauben, dass das berüchtigte Stockholm-Syndrom seine Hände im Spiel hat und sicher....ganz von der Hand zu weisen ist es letztendlich ja auch nicht. Nachdem die Bande von einer Gruppe Indianer überfallen wird, werden Hopkins und der Ex-Indianer getötet, Warden haut mit dem Geld ab und überlässt der flehenden Miles den indianern, die sich an sie vergehen wollen. Gerade noch rechtzeitig kommt Reynolds zurück und rettet Miles. Später gelingt es Reynolds, Warden zur Strecke zu bringen. Währenddessen sinnt Miles Ehemann (gespielt von George Hamilton) auf Rache und sucht seine Frau. Er hat mittlerweile herausbekommen, dass Reynolds sie als geisel hat und zusammen mit einem Marshal (Lee J. Cobb) jagt er Reynolds und Miles quer durch die USA. Reynolds hat währenddessen nur ein Ziel: Er will seine Kinder wiederhaben. Nachdem er bei dem Stamm ankam, haben dessen kinder die tat von Reynolds nicht verziehen und wollen weiterhin beim Stamm leben. Reynolds und Miles sind währenddessennun fest zusammen. Reynolds trennt sich vom gesamten geld und bittet seinen Schwager, Cobb die Beute zu geben. Auch Sarah Miles läßt er zurück, Hamilton findet sie , doch Miles empfindet nichts mehr für ihren Prügel-Mann. Eines Nachts flieht sie und sucht Reynoolds und findet ihn. Nachdem sie wissen, dass Hamilton und Cobb mit einer Gruppe Deputys hinter ihnen her sind, flüchten beide in die Berge und es kommt zu einem blutigen Showdown: Hamilton schiesst Reynolds an und aus Wut schnappt sich Miles Reynolds Waffe und erschiesst George Hamilton. Lee J. Cobb, für den die Jagd eigentlich schon vorher beendet war, nachdem er sein Geld wiederhatte und Reynolds somit "begnadigte" verricht Reynolds und Miles, dass die sache für ihn erledigt sei und dass Reynolds nicht mehr gesucht wird. Angeschossen fallen sich Reynolds und Miles in die Arme und sie versorgt seine Wunde, die nicht allzuschwer war.

Der Film endet also mit einem Happy End - war mir garnicht mehr bewusst, dachte immer, Reynolds stirbt am Ende - und ehrlich gesagt....so unverdient wäre es eigentlich auch nicht. Aber Reynolds war eigentlich nie wirklich richtig böse. Sein einzigster Fehler war gewesen, dass er quasi unter Schock seine Frau erwürgt hatte und danacah zum Verbrecher wurde. Durch Miles wurde er wieder zu einem besseren Menschen.

Dank PIDAX gibt es diesen Film seit 2016 auch enflisch bei uns auf DVD - und zwar ungekürzt! Wenngleich ich den FSK 18 für etwas zu überzogen halte, eine FSK: 16 wäre völlig in Ordnung gewesen.

Reynolds wird von Norbert Langer synchronisiert und George Hamilton von Joachim Kerzel.

Im grunde kein typischer Reynolds-Film, sondern mit vielschichtigem, teils psychologischem Hintergrund. Warum dieser Film eine FSK: 18 bekomen hat, erschliesst sich mir nicht richtig. So brutale Szenen hatte er nun auch nicht - nichts mehr als das jeder Western bietet. Vllt. lags letztendlich an den kurzen Nacktszenen von Sarah Miles, wie sich sich schüchtern am Fluß gewaschen hatte und man für einige Sekunden ihre Brüste sah.

Ich mag den Film und erhöhe meine alte Bewertung um einen Stern - also bekommt er nun