Mein Name ist Gator (Gator) (USA, 1975)

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 01.06.2016

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Zum einen ist es super, dass mit der DVD der Film nun endlich uncut zu geniessen ist. Fehlende Passagen, die nicht synchronisiert wurden, sind im englischen Original mit deutschen Untertiteln versehen....naja, fast alle. Leider war eine mehrminütige Passage (ich glaube, es war die zweite  gekürzte Stelle), wo man es leider vergessen hat, Untertitel einzufügen. Vermutlich ein Fehler der DVD.

Ich hatte mal gelesen, dass dieser Film ein Prequel zu "Der Tiger hetzt die Meute" sein soll....aber jetzt, wo ich beide "Gator" Filme wieder frisch gesehen habe, kann ich dies nicht bestätigen. In der Tat ist es sogar so, dass beide Filme eigentlich sehr wenig gemeinsam haben, ausser dass sie in Alabama spielen und Reynolds Charakter in beiden Filmen der Whiskeyschmuggler Gator McKlusky ist. Alleine von den familären Hintergrund sind beide sehr verschieden. Hatte Gator in "Der Tiger hetzt...." noch beide Elternteile und einen Bruder, der ja ermordet wurde, so hatte er in "Gator" nur noch seinen Vater und eine 9jährige Tochter. Passen würde es also eigentlich nur, wenn beide Filme inhaltlich mind. 8-9 Jahre auseinander sind - aber dann funktioniert es immer noch nicht, dass "Gator" ein Prequel ist. Weitere Gemeinsamkeiten beider Filme ist der Anfang. Reynolds wirtd aus dem Knast vorzeitig entlassen, damit er als Undercover-Ermittler in seiner Heimatstadt einen ihm bekannten Gegner zur Strecke bringt und man ihn daraufhin die Freiheit verspricht.  Passen, dass "Gator" ein Prequel sein soll, geht zudem auch nicht, weil in "Gator" erwähnt wurde, dass dies seine 2. Haftstrafe war und in "Der Tiger hetzt...." war es seine erste. Also....wie eben schon berichtet, kann beides nur zusammenpassen, wenn "Der Tiger hetzt...." Teil 1 ist und "Gator" 8-9 Jahre danach spielt und eben Teil 2 ist. Dies würde eh auch besser passen, weil "Der Tiger...." 1972/73 gedreht wurden und "Gator" eben 1975/76.

Aber genug von den Vergleichen der beiden "Gator"-Filme. Reynolda arbeitete ja vor seiner Schauspiel-Karriere als Stuntman. Zudem führte er bei diesem Film erstmals bei einem seiner Spielfilem auch Regie, was er vorher nur einmal in seiner Serie "Hawk" tat. Es wunderte mich dennoch etwas, dass Reynolds bei den Bootsverfolgungsjagden am Anfang des Films mit einem Stuntman gedoubelt wurde - obwohl Reynolds sonst gerne seine ganzen Stunts selber gemacht hat. Aber in diesen Szenen hatte er ganz eindeutig einen Stuntman, was man bei genaues Hinsehen auch sah, da sein Stuntdouble älter war als Reynolds und teils auch graue Haare hatte und vom Körperbau etwas  kräftiger war. Anscheinend war Reynolds in einem rsanten Motorboot denn stuntmäßig doch nicht so fit - bzw. wollte nichts riskieren....wie auch immer. Jener Stuntman kam später beid er Autoverfolgungsjagd nochmal zum Einsatz.

Im übrigen erinnerte mich die ganzen Bootszenen am Anfang des Films schon recht an "Ein ausgekochtes Schlitzohr", den er ja erst ein jahr später machte. Weston erinnerte in den Szenen an Jackie Gleason und Gator eben an Bandit.

Nochmal auf den Vergleich beider "Gator" Filme zurückzukommen. "Gator" ist eindeutig witziger und augenzwinkernder als "Der Tiger hetzt die Meute". Reynolds war in "Gator" angebrühter und lässiger, hatte vieler cooler Sprüche drauf, während Reynolds in "Der Tiger...." sehr viel ernster war. Da steckte sicher schon Reynolds Regiearbeit drin, der seinen Charakter auflockerte und ihn quasi jenen Reynolds spielen liess, wie man ihn eigentlich aus jener Zeit auch kennt.

Mich würde mal interessieren, ob Jack Weston eigentlich die Erst-Wahl für die Rolle war, oder ob eigentlich Ned Beatty für die Rolle erst vorgesehen war. beide Schauspieler ähnlen sich ja auch etwas, sei es vom Aussehen, als auch von den jeweils spielenden Charakteren. Wobei es denn noch dämlicher gewesen wäre, wenn Beatty die Rolle gespielt hätte, da er ja bereits den Oberbösewicht in "Der Tiger hetzt die Meute" gespielt hatte.

Von der Besetzung des Films braucht man eigentlich so0nst nichts weiter zu sagen. Ich finde esimmer herrlich, wenn Reynolds und Jerry Reed zusammenspielen. Wie ja schon mehrfach im Forum erwähnt, bin ich auch ein sehr großer Fan von Jerry Reed und habe auch seine gesamten Musik-Alben und mag einfach auch seine schauspielerische Art sehr gerne. Er gibt den Bama McCall in diesem Film eine sehr frische Note und spielte den Jerry Reed, den man kennt....nur eben als "Bad Boy".

Erwähnenswert natürlich auch die bildschöne Lauren Hutton! Reynolds sollte 1987 in "Malone" ein weiteres Mal mit ihr zusammenspielen.

Herrlich fand ich auch den Dialog zwischen  Reynolds und Weston am Anfang des Films, als Gator ihn am schäbigen Motel absetzte:

Gator: Dies ist hier Motel
Greenfield: Oh danke. Werden Sie auch hier einchecken?
Gator: Großer Gott....nein! In diese Bruchbude ziehe ich nicht ein, ich habe mir was besseres gesucht

Der Film sebst ist einer jener, die ich mir immer wieder sehr gerne anschaue, der Action, Humor und tolle Landschaftsaufnahmen wunderbar verbindet - und natürlich einen klasse Soundtrack hat. ich habe von dem Film sogar den Soundtrack als Schallplatte (!!!) Auf CD gabs den ja nie....habe mir aber die Stücke unlängst auch als MP-3 gesichert.

Ich persönlich mag beide "Gator" Filme sehr und wie den "ersten" Film kann ich auch diesen nicht weniger als