Das Wunder von Manhattan

( Miracle On 34th Street ) ( USA, 1947 )

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 07.12.2018

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Ein wirklich wunderbarer Weihnachtsfilm-Klassiker über Träume, Phantasien  und Sehnsüchte an das Weihnachtsfest. In meinen Augen ein rundum perfekter Weihnachtsfilm - natürlich auch mit Kitsch, aber zu einem richtig guten Weihnachtsfilm darf Kitsch einfach nicht fehlen! Der Film gewann damals 3 Oscars und zwei Golden Globes.

Die Stars des Films:
Film Noir Star John Payne ("Der vierte Mann", "Betrug") spielt den gutmütigen, sympathischen Rechtsanwalt Fred Gailey, der sich in die resolute Geschäftsfrau Doris Walker (Maureen O'Hara) ("Der Sieger", "MacLintock") verliebt hat und sogar zeitweise für sie als Kindermädchen mit aushilft. Doris hat die sechsjährige, aufgeweckte Susan (Natalie Wood in ganz jungen Jahren!) als Tochter. Der Weihnachtsmann - das *Christkindl* woraus dann der Name Kris Kringle entsnad wird wunderbar und nahezu glaubhaft  porträtiert von Edmund Gwenn. Dieses Vierer Quartett bildet die Hauptbesetzung in diesem Film. verstärkt wird sie noch von Gene Lockhardt, der den leicht überarbeiteten Richter Henry X. Harper spielt.

Synchronisation:
John Payne wird von Curt Ackermann (Stammstimme Cary Grant) synchronsinisert, für die damals fehlenden Stellen, die später nachsynchreonisiert und in den Film eingearbeitet wurden, war Erich Räuker zu hören. Die Stimmen von Maureen O'Hara, Natalie Wood und Edmund Gwenn liegen mir leider derzeit nicht vor. Die Dialogregie in diesem Film führte kein Geringerer als Deutschlands bekannter Regisseur Alfred Vohrer, der vor allem durch mehrere Edwar Wallace Filme bekannt wurde.

Die DVD:
In Deutschland gibts gegenwärtig 2 verschiedene DVDs. Zum einen die 2007 in einem Pappschuber erschienene Version und dann die 2011 erschienene Neuauflage im normalen Amray Cover, welche ich besitze. Vom Bonusmaterial her unterscheiden sich beide Fassungen in keinster Weise. Man hat die Wahl zwischen der in s/w gedrehten Fassung oder der nachkolorierten Version (ich selbst habe  - wie immer - die viel passendere s/w Fassung  geschaut). Dann gibts noch ein Spotlight der Fox' tönenden Wochenschau, ein Promo-Kurzfilm und eine Postergalerie zu dem Film. Angenehm ist, dass beide Versionen auch uncut sind. Damals war der Film um einige Szenen geschnitten wurden, die später dann nachsynchronisiert wurden (mit anderen Sprechern) und in dem Film eingebaut wurden. Bild und Ton ist jeweils ganz gut. Eine BluRay zu dem Film ist gegenwärtig noch nicht erschienen.

Zum Film selbst:
Edmund Gwenn ist der leibhaftige Santa Claus! Fassungslos steht er vor einem Geschäft, wo gerade weihnachtlich dekoriert wird und macht dem Inhaber klar, dass er die Rentiere falsch aufgestellt habe...der Ladenbesitzter pellte sich jedoch ein Ei darauf, was ihm der in seinen Augen alte Knacker erzählte. Noch fassungsloser wurde er, als er den für das Kaufhaus Macey's zuständigen Weihnachtsmann völlig sturzbetrunken vorfand, sich bei dem Inhaber Maceys beschwerte und der daraufhin gefeuert wurde.  Geschäftsführerin Doris Walker suchte nun händeringend nach einem Ersatz  und  hielt sich an die Regel "Das Gute ist doch schon so nah" und fragte promptden echten Santa, ob er nicht als Ersatz einspringen könne. Der perplexte Santa überlegte kurz, wollte dann aber die strahlenden Kinderaugen nicht enttäuschen, die auf den Weihnachtsmann warten, und nahm an. Dabei lernte Kris Kringle, wie er sich vorstellte, auch Doris 6jährige Tochter Susan kennen und war erschrocken darüber, dass ihre Mutter ihr keine Phanatsie oder Träume beigebracht hatte, so hatte sie nie zuvor ein Märchen vorgelesen bekommen oder den Glaube an den Weihnachtsmann. Für Doris sind das haltlose Schwafeleien, mit denen sie ihr Kind keine Bären aufbinden will. Ganz zum Leidwesen des sympathischen Rechtsanwalts Fred Gailey, der seit einiger zeit ein Auge auf Doris geworfen hat und sogar, um ihre nahe zu sein, quasi als Zweitjob als Kindermädchen für sie arbeitet.

In binnen wenigen Tagen avanchiert Kringle bei den Kunden von Maceys zum absoluten Lieblings. Mit seiner Wärme und Herzensgüte verzückt er die Kunden. Abteilungsleiter Julian Shellhammer war jedoch weniger begeistert, als er mitbekam, dass Kringle Kunden, die etwas bei Maceys nicht fanden, oder ausverkauft waren, einfach zur Konkurrenz schickte, anstatt vorhandene Alternativen anzubieten. Daraufhin stellte er Kringle zur Rede und feuerte ihn schliesslich. Doch Macey erfuhr, dass die Kunden für die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit Krignles dankbar waren, dass dieses Kaufhaus kunden und nicht profitorientierend sind, und das Macyes als sehr loyal ins Herz schlossen und dadurch die Einnahmen  in die Höhe schnellten - und man stellte Kringle kurzerhand wieder ein. Andere Kaufhäuser wie Bloomingdales und andere nahmen sich das als Vorbild und arbeiteten nun nach denselben prinzip - und dehnten es landesweit auf alle Filialen aus, woraufhin Maceys ebenfalls nachzog.

Nur Julian Shellhammer ist Kringle weiter nicht geheuer und schickte ihn zum Firmen-Psychologen Sawyer, der sich als widerlicher Lackaffe herausstellte und dem Kringles warmherzige Art und seine Standhaftigkeit zu behalten, der wahre Santa zu sein, übel auf und liess ihn schliesslich in die Klapsmühle einliefern.

Nun mußte Anwalt Gailey auf den Plan treten. Kringle hatte bei Gailey gewohnt und man hatte sich angefreundet, zudem hatte Kringle verstanden, dass Gailey Doris liebt und beide schlossen einen Pakt, Mutter und Tochter zu überzeugen, dass Santa tatsächlich existiert und ihnen den wahren Glauben an Weihnachten zurückzugeben.

Die ganze Schoße endete dann vor Gericht, wo ein eifriger Staatsanwalt einen leichten Fall sieht, um Kringle dauerhaft in die Klapsmühle zu stecken - weiß doch jeder Mensch, dass es den Weihnachtrsmann garnicht gibt! Es liegt nun an Gailey, dem erstaunten Richter zu beweisen, dass Kringle wahrlich der echte Weihnachtsmann ist, was natürlich nicht einfach ist. Aber durch zahlreiche gute Taten und Zeugen voin Kunden war letztendlich über 50.000 Briefe von Kindern an den Weihnachtsmann, die als Adresse nicht "Nordpol", sondern das Maceys angegeben hatten, sorgten dafür, den Richter vollends zu überzeugen und den völlig verzweifelten Staatsanwalt selbst fast vom Glauben abbrachten.

Doris und Susan waren mittlerweile längst von der Glaubhaftigkeit Kringles überzeugt.  Doch am heiligen Abend drohte bei Susan der Glaube zu bröckeln, nachdem sie ihren größten Weihnachts-Herzenswunsch nicht erfüllt bekam und auch Kringle  antworten mußte, dass er mit diesem Wunch wahrlich überfordet sei: Susan wünschte sich für sie und ihre Mutter - und Fred - ein eigenes hübsches Haus mit Spielplatz. Auf dem Weg nach Hause schrie Susan, dass Fred anhalten solle und Susan lief in ein leerstehendes Haus, das zum Verkauf stand und exakt dem haus glich, was Susan sich gewünscht hatte. Fred und Doris beschlossen, das Haus zu kaufen, womit letztendlich Susans Wunsch doch noch in Erfüllung ging.  Und aufmal - fast wie von Geisterhand stand in der Ecke eines Zimmers der Handstock von Kringle...auch wenn beide erst glauben wollten, dass es ein handstock wie jeder andere sei, der sicher dem Vorbesitzer gehört habe, hielten sie an den Glauben fest, dass dieser Krinbgle gehört.

Fazit:
Wie oben bereits geschrieben ist dies ein wundervoller Weihnachtsklassiker, der de Geist von Weihnachten  sich frei entfalten läßt und zudem von vier wunderbaren Hauptdarstellern getragen wird - allen voran der wirklich meisterhaften Leistung von Edmund Gwenn als Weihnachtsmann! Zudem ein wirklich herzlich warmer Humor, besonders wenn dieser grauenhafte Sawyer von Kringle gemaßregelt wid. oder eben die Szene, wo John Payne triumphierend mit den zig Säcken Post ankam, die der Richter auf sein Tisch haben wollte...er ging von 3-4 Briefn aus...und dann wurde er mit mehr als 50.000 Briefen völlig darunter begraben.

Für diesen Weihnachts-Klassiker gibts natürlich auch meisterhafte