Ein Goldfisch an der Leine (Man's Favourite Sport?) (USA, 1964)

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 25.03.2018

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Brüllend komisch, einfach herrlich mit irrwirziger Situationskomik...eben ein wahrer Klassiker seines Genres

 

Der Regisseur:
Howard Hawks, der Meister der klassischen Screwball-Komödien der 30er und 40er Jahre hatte auf den Regie-Stuhl Platz genommen und bewiesen, dass er das Thema auch im Jahre 1963 noch perfekt drauf hatte.

 

Stars des Films:
Rock Hudson, Paula Prentiss und Maria Perschy glänzten wahrlich in ihren Hauptrollen. Ich bin hier froh, dass die Prentiss und nicht Doriy Day die Rolle spielte - nichts gegen Doris Day - ich "liebe" die Filme mit ihr und Rock - aber von dem Charakter her, hätte die Day da einfach nicht reingepasst.

 

Synchronisation:
Rock Hudson wurde hier einmal mehr von seinem Stammsprecher Gert-Günther Hoffmann synchronisiert.

 

Über die DVD: Sie erschien ja schon vor über 10 Jahren. neben einer Menge Sprachen und noch mehr Unteitel aus nahezu jedem eurpäischem Land bot auch dieser film an Extras lediglich den original Kinotrailker. das Menü war leider auch nicht animiert oder von Musik untermalt. Bildqualität war aber auch hier wirklich sehr gut und auch der Ton war meiner Meinung nach besser als bei "Happy End im September".

 

Zum Film selbst:
Rock Hudson spielt in dieser sprühenden Komödie den bekannten Angler-Profi Roger Willoughby, der in einem angesehen Anglerbedarfsladen der Star-Verkäufer ist, obendrein ein Buch über "Angeln leichtgemacht" geschrieben hat - was eine wahre Bibel für jeden Angel-Fan geworden ist und er somit ein enorm hohes Ansehen in Angler-Kreisen sich erarbeitet hatte.

Doch was niemand weiß...alles, ist nur Betrug! Willoughby war in seinem gesamten Leben noch nie angeln gewesen, er hat sogar ein Abversion gegen Fische, kann nichtmal schwimmen und wir schon auf einem Schlauchboot seekrank. Aber alles gut.... er gibt ja nur Theorie und muß nie in die Praxis raus!

Alles änderte sich schlagartig, als die forsche Abigail Page (Paula Prentiss) in Willoughbys Leben kam. Es fing schon damit an, als Abigail sich den Parkplatz von Willoughby gestohlen hatte - und schon kurz vorher fiel Abigail durch unsachgemäßes Fahren im Strassenverkehr auf, was Willoughby schon da störte. Nachdem sich Abigail weigerte, ihren Wagenb wegzufahren, beschloss Willoughby, den Wagen selbst wegzustellen,  indem er in den Wagen "einbrach" und dabei - wie sollte es auch snders sein? von einem Polizisten ertappt wurde, wo sich Willoughby nur mit Mühe rausreden konnte - und er ihm diese wilde Geschichte auch glaubte. Doch Willoughby ahnte nicht, dass dies nur der Anfang war, dass sein Leben gehörig auf den Kopf stellen würde!. Denn Abigail war bei Willoughby Chef Cadwalader vorstellig geworden und hatte ihn davon überzeugt, was für eine Publicity es doch sei, wenn sein Vorzeigeschild Roger Willoughby an dem bevorstehenden Angler-Wettbewerb teilnehmen soll, wo Willoughby auch gleich sämtliche neue Utensilien auspprobieren und vorstellen könnte. Caldwalader war begeistert - Willoughby überhaupt nicht und er versuchte seinen Chef davon zu überzeugen, dass die Idee nicht gut ist - doch er liess sich nicht reinreden. Hasserfüllt starrte Willoughby Abigail an.

Abigail und ihre Freundin Isabell (Maria Perschy) wollten nun wissen, weshalb Willoughby sich so sträubte und erfanden die haarsträubensten Theorien - vor den Augen von Willoughbys Kollegen: Er würde Geld veruntreuen, er sein Alkoholiker....bis Willoughby der Kragen platze und die beiden Damen in ein Klaviermuseum mitnahm, dort überall die Klaviere mit Geldstücken fütterte, was einen emnsten Krach verursachte und er den beiden Damen sein Geheimnis beichtete. Er ahnte nicht, dass die ganzen spielenden Klaviere zuviel für die Stromsicherung war und durchknallte und dessen geschrei nun im ganzen Museum zu hören war.

Nachdem Willoughby sich das Gelächter und die Schmach von den beiden Frauen über sich ergehen lassen mußte, bot Abigail sich an, Willoughby das Angeln beizubringen. Entweder das - oder sein Boss würde logischerweise alles rausbekommen und er wäre wegen Betruges seinen Job los. Abigail fragte noch nach, wie Willoughby denn soviel theoretisches Wissen über das Angeln haben kann und er berichtete, dass er alles von Hörensagen von anderen Anglern aufgeschnappt hat und eben daraus ein Buch gemacht hatte.

Abigail und Isi hatten 6 Tage Zeit, um aus Willoughby einen passablen Angeler zu machen. Abigail ahnte jedoch nicht, dass Willoughby komplett unfähig zum Angeln ist. Schon der Zeltaufbau gesteltete sich zu einem irren Gelächter - es stellte sich heraus, dass Willoughby noch nie ausserhalb eines Hauses geschlafen hatte. Gegen die Anordnung seines Chefs überredete Abigail ihn, in eine Blockhütte zu ziehen.

Schon am nächsten Tag probierte Willoughby eine neuartige Wasser-Lufthose und ebensolche Schuhe baus, die, wenn man über Bord gehen sollte, sich gleich mit Luft aufbläht und jegliches Untergehen verhindert. Nicht nur, dass diese Hose potthässlich war und er Abigail zum Lachen brachte, als Willoughby - natürlich - wirklich aus dem Boot fiel und sie die Hose aufblähte, sie sich viel zu stark aufplusterte und Willoughby stand plötzlich kopfüber unter Wasser. Als sein Chef später fragte, wie diese neuartige Anglerhose sei, antwortete er "Für jeden Selbstmörder ein Geschenk...ansonsten würde ich eher abraten!"

Als Abigail merkte, dass es einfach nichts bringt, schlug sie vor, dass Roger einen Unfall vortäuschte, der ihm zum Aufgeben zwingen mußte. Sie und Isi mixten ein Gemisch für einen Gips an und Roger sollte einen Armbruch vortäuschen. Als er wagemutig ein armes Kätzchen vom Baum holen wollte, ist er heruntergefallen. So sollte die Ausrede lauten. Doch die beiden Damen, die von einer Gipsmischung nicht viel Ahnung hatten klatschten ihm das Zeig auf den Arm und es mußte dann nur noch trocknen. Wegen eines Termins konnten die beiden Damen nicht bleiben - und unglücklicherweise schlief auch Willoughby ein, als er aufwachte, war der Gips hart wie Beton und hatte eine Haltung eingenommen, die exakt wie ein Militätgruß naussah. Als er damit rausging um nach den beiden Damen zu suchen, begegnete er einem Major, der ebenfalls an dem Wettberrb teilnahm - und sehr begeistert über einen flotten militärischen gruß war. Auch ein Pfadfindercamp war sehr angetan davon.

Dann teilte Abigail ihm mit, dass der Gips sofort abmußte! Der Starangler McKilroy war ebenfalls hergekommen - mit einem gebrochenen Arm nach einem Autounfall und 2 Legenden mit einem gebrochenen Arm wäre winfach...unglaubwürdig. Nun hatten Abigail und Isi das große problem, dass man den Gips nicht mehr runterbekam und erts mit einer Kreissäge es schafften, was Willoughby fast um den verstand brachte...eine ungelernte Frau mit einer Kreissäge in der Hand an seinem Arm...da wäre mir auch der Arsch auf Grundeise gegangen. Dazu meinte sie "Keine Angst, in 2 Minuten ist alles vorüber!" und Willoughby antwortete "Ja...das befürchte ich auch!" ...meinte dies aber natürlich anders...entgültiger .

An Abend bemerkte Abigail, dass sie sich in Willoughby verliebt hatte und wollte sich von ihm küssen lassen. Doch Willoughby sah in ihr immer noch die Frau, die sein leben ruiniert hatte. Dennoch kam es dazu, dass Abigail, da sie eine Schlaftablette genommen hatte, bei Willoughby in der Hütte einschlief und Willoughby auf den Boden liegen mußte und konnte dadurch den neuartigen Schlafsack ausprobieren. Am nächsten Morgen erschien Isi und Willoughby kam nicht aus dem Schlafsack, weil der Reißverschluß verklemmt war. Wild zuckelte sie daran rum - als plötzlich Willoughbys Verlobte Tex (was für ein Vorname für eine Frau!)  auftauchte und die Situation natürlich völlig falsch interpretierte. Als denn auch noch schlaftrunken in dem Moment die halbnackte Abigail aus seinem Schlafzimmer erschien,m brachte dies das Fass für Tex zum Überlaufen.

Willoughby hatte nur einige Minuten Zeit, sich umzuziehen, da der Wettbewerb beginnt, der 3 Tage lang dauerte und 3 verschiuedene Angel-Etappen hatte.

Obwohl Willoughby quasi in den 6 Tagen nichts brauchbares gelernt hatte, hatte Willoughby und unaussprechliches Glück gehabt, dass er durch die irrwitzigsten Zufälle immer einen Fisch fing - und zwar was richtig großes! Am ersten Tag belegte er den 2. Platz, am zweiten und dritten Tag sogar je den Ersten.

Am Abend wollte sich Willoughby mit Tex aussöhnen und verabredete sich in eine Lokal. Da erschien Isi, die mittlerweile wußte, dass Abigail ihn liebte um darüber mit ihm zu sprechen. Als sie aufstand, verhedderte sich ihr Reißverschluß vom Kleid mit dem Korbstuhl und zo ihr fast das ganze Kleid aus. Als Willoughby es richten wollte und sich bückte, verfing sich seine Krawatte in den Reißverschluß....natürlich erschien in diesem Moment Tex ....und sah natürlich die Situation wieder falsch!  Diese Szenen...ich habe gebrüllt vor Lachen. Nun machte Tex entgültig Schluß mit ihrem "Schürzenjäger".

Abigail hatte mittlerweile eingesehen, dass sie Roigers Herz nie erobern könne und entschloß sich, in die Einsamkeit zu flüchten um über alles nachzudenken. Willoughby  kam zu dem Entschluß, dass er seinen Chef reinen Wein einschenkte und ihm berichten muß, dass er nicht angeln kann....als sein Chef dies erfuhr, fiel er aus allen Wolken und feuerte ihn auf der Stelle...doch ander Leute überredeten ihn, dass er einen fehler machte - denn wenn selbst der unfähigste Angeler durch das Zubehör aus seinem laden einen Angelwettbewerb gegen Vollprofis gewinnen kann - dann schafft das jeder....  Somit wäre Willoughby ein perfektes Aushängeschild.

Willoughby hatte Isi überreden könen, ihm zu sagen, wo Abigail ist und Isis Freund, der schlitzohrige Indianer Screaming Eagle (dessen ganz Art mich sehr an Angel Martin (Struart Margolin) aus "Detektiv Rockford" erinnerte, ihn dorthinbrachte -. gegen ein kleiens Entgeld natürlich. Denn Roger wußte mittlerweile, dass auch er Abigail liebt.

Er fand sie und in einer regenreichen Nacht kamen sich beide unter der Zeltdecke in einem gemeinsamen Streiut um den Schlafsack näher....durch das viele Wasser wurde deren Zelt mitten auf den see gespült, als Rogers Chef ihm die Nachricht überbrachte, nicht gefeuert zu sein.

Eine wirklich herzerfrischende Komödie voller irrwitziger Ideen von dem Großmeister Howard Hawks ("Leoparden küßt man nicht") - den ich einfach nur empfehlen kann. Ein echter Feel-good-Film!