Der Tag der Abrechnung (St. Ives) (USA / F, 1976)

Inhalt zum Film

 

ReWatch gemacht am: 09.08.2016

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Für mich ist das im Grunde ein klassischer Detektivfilm, ohne einer zu sein. Denn St. Ives war ja ein - wenn auc erfolgloser - Schriftsteller. Dennoch wunderte ich mich, wie gelassen St. Ives mit allen umging und ere s auch nicht hinterfragte, warum man ausgerechnet ihn - quasi einen wildfremden für die Geldübergabe anforderte. St. Ives war früher ja mal Polizeireporter....aber dennoch, schien er mir mit einigem zu sehr vertraut....um nicht zu sagen "abgebrüht", denn das trifft es eigentlich schon eher.

Was die Nebenrollen anging, kann man als Serienfand der 70ger Jahre ja nur mit der Zunge schnlzen: Zum einen spielten Val Bisoglio und Joseph Roman (beide bekannt aus "Quincy" als "Danny Tovo" und "Sgt. Brill") mit, dazu  Burr deBenning, der nahezu in jeder 70ger Jahre Krimiserie mitspielt - meist jedoch als Bösewicht. Ungewohnt, ihn hier mal als "Guten" zu sehen....wenngleich er später ja auch auf Erpressung aus war  Dann noch Dana Elcar ("Pete Thornton" aus "MacGyver"), gefolgt von Elisha Cook ("Icepick" aus "Magnum" über "Freddie Krueger" -Darsteller Robert Englund, der einen kleinen Tagedieb spielte, bis hin zu Daniel J. Travanti ("Polizeirevier Hill Street") bis hin zu Michael Lerner ("MacGyver"). Als Kumpane von Robert Englund spielte auch wieder der dmals noch völlig unbekannte Jeff Goldblum, mit dem Bronson ein jahr vorher in "Death Wish" schon zusammenspielte, wo Goldblum ebenfalls eine Kleinstrolle hatte und einer der Mörder seiner Frau war.

Natürlich auch die Hauptrollen nicht zu vergessen. Neben Bronson waren mit Oscar Gewinner John Houseman, dem Deutschen Maximillian Schell als die bildhübsche Jacqueline Bisset - gefolgt von Harris Yulin und "Dirty Harry-Boss" Harry Guardino.  Also wie gesagt....vom Cast her ist dieser Film sehr prominent besetzt, haupt.- als auch Nebendarsteller.

Von der Handlung her hat mir der Film sehr gefallen, zumal er wie oben erwähnt, wie ein klassischer Detektivfilm daherkam. Anders wie man Bronson sonst kennt, als "schiesswütiger Actionheld". Herrlich fand ich auch den Satz, als Houseman Bronson eine Waffe anbot und Bronson sagte "Nein, danke....ich mag keine Waffen!"   Für den finalen Kampf mußte er einzigst dennoch zu einer greifen.

Das Jacqueline Bisset am Ende zu den Bösen gehörte, sah ich irgendwie schon voraus...trotzdem hoffte ich, das dem nicht so ist . Aber es kommt selten vor, dass Bronson am Ende des Films mit der Frau seiner Wahl in den Sonnenuntergang geht

Ungewöhnlich auch Maximilllian Schell, als Psychiater von John Houseman....er sprach mit einer so unbekümmerten Stimme....fast schon schwul, dass ich nie gedacht hätte, dass er auch einer der Bösen war. Er nahm alles mit einer unbekümmerten Gelassenheit....

Sehr sympathisch fand ich John Housemans Faible für alte Hollywoodstreifen und das was er dazu gesagt hat  "Sie helfen beim Träumen und Filme sind die beste Therapie gegen den Stress im Alltag"   Verdammt....wieso kann mir nicht ein Arzt mal sowas verschreiben?

Herrlich auch "Beziehung" zwischen Bronson und Dana Elcar, der den Lieutenant spielte und sich immer wieder für St.Ives verbürgte....hatte mir sehr gefallen, besonders das Ende, dass er die Bisset verhaften wollte und Bronson ihn warnte, das sie eine falsche Schlange sei und ihre Reize gerne einsetzte. Nachdem bronson sie vorher in den Pool warf meinte sie lüsternd zu Elcar, als Bronson gegangen war "Wollen Sie mir nicht aus den nassen Sachen helfen?" und Elcar legte dann tatsächlich den Hörer kurz weg und schluckte. OK....bei der Bisset...kann ich schon sehr gut verstehen. Wie Elcar nun reagiert hatte, wurde man nicht mehr gewahr, da der Abspann einsetzte. Ich denke aber, Elcar hat sie dann verhaften lassen.

Gerne hätte ich volle Sternzahl gegeben....nur die kleinen oben erwähnten Ungereimtheiten mit "Wieso bestand man drauf, dass St.Ives  das Geld überbringt?" und eben, wieso St. Ives als ehemaliger Polizeireporter und jetziger Schriftsteller so abgebrüht mit allem umging, passte mir nicht so recht. Deswegen einen Abzug - und ich bleibe damit bei meinem alten Voting von 4 Sterne.

Was die DVD angeht: Bildqualität war wirklich gut, konnte ich nicht meckern, das Format war auch korrekt und der Ton war auch gut. Als Bonus gabs ein 4 minütiges Featurette, was ganz interessant war.

Ärgerlich für Gehörlose bei dieser DVD war jedoch, dass es keinerlei Untertitel gab! Finde ich immer blöd, wie Gehörlose / Gehörschwache mit sowas immer diskriminiert werden. Ich kann zwar gut hören....aber andere haben ja leider weniger Glück.