Palmer Files II: Finale in Berlin (Funeral in Berlin) (UK, 1967)

Inhalt zum Film

 

ReWatch gemacht am: 08.12.2015

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Michael Caines zweiter Auftritt als Secret Service Agent Harry Palmer.

Angenehm war, dass caine diesmal mit Hermann Ebeling wieder eine gute Synchronisation verpasst wurde. Das lakonische in Ebelings Stimme passt sehr gut zu den von Caine gespielten Charakter Harry Palmer.  Guy Doleman war erneut als Harrys jetztiger Chef Ross dabei. Herrlich die Szene, wie er Harry den Auftrag gab....in seinem verwilderten Garten, wo Ross Harry sagte, er würde Unkraut lieben und Harry antwortete "Naja, der ist ja auch leicht zu pflegen!"

Oder auch die Szene mit diesen einen unsympathischen Typen, der sagte: "Ich war 1945 auch in Deutschland!" Und Harry daraufhin "Ach deshalb haben die Deutschen kapituliert!"

Johnny Vulkan: Bist Du gut vorbereitet, Harry?
Harry: Sicher! Zyankali in den Zähnen, ein Maschinengewehre in den Absätzen meiner Schuhe!"


Die Art, wie sich Harry (der sich mit falscher Identität vorstellte) Samantha kennelernte....war so gespielt...da mußte Harry sofort wissen, dass sie nicht "echt" sein kann. Sie teilen sich ein Taxi, sie schmeisst sich förmlich an ihn ran, und wenige Minuten später waren sie in ihrer Wohnung, duzten sich und kamen sich näher.  Samanatha arbeitete ja, wie sich später herausstellte für den Mossad und liess Harrys Zimmer durchsuchen, wie auch Harry jemand beauftragte, der ihre Wohnung durchsuchte. Klasse Szenen, als sich beide dies gegenseitig an den Kopf warfen:

Samantha: Und? Hat dein mann was gefunden, als er meine Wohnung durchsuchte?
Harry: Nein, hat dein mann was gefunden, als er meins durchsuchte?


Herrlich auch die Szenen in dem deutschen Transvestiten-Club. Harrys erster Blick....köstlich!

den film selbst fand ich im Gegensatz in "Ipcress" noch witziger...mehr ironischer Humor - vllt. lags auch einfach an der Synchro, da Ebelings einfach besser war als Caines Stimme in "Ipcress". Aber auch dieser Film wurde, desto mehr er lief, von Humor her weniger, blieb aber letztendlich auf einem höheren Level als "Ipcress". Dafür müß ich mich wbohms Meinung anschliessen, dass die Handlung diesmal etwas verworrener war als in "Ipcress". Keine Ahnung, obs an der Regie von Gay Hamilton lag oder schlicht und einfach am Drehbuch. Ich selbst kenne auch den Roman nicht, auf dem dieser Film - wie auch schon "Ipcress" beruht...

Interessant fand ich die Fluchtszenen im Sarg, wo man die vermeintliche Leiche aus Ostberlin nach Westberlin schaffen wollte. In einer Folge bei "MacGyver" wurde diese Szene übrigens fast 1:1 damals übernommen (komme gerade nicht darauf, wie die Folge hiess)....da lag MacGyver in dem Sarg und veruschte aus Ostberlin zu kommen. Könnte mir vorstellen, dass man sich an diesen Film orientiert hatte.

Trotz der leicht verworrener Story gebe ich dasselbe Voting ab wie wbohm - es langt alles in allem dennoch für knappe 4 Sterne.

Übrigens....ich fands auch höchst seltsam, wieso man Wolfgang Völz synchronisieren mußte. Hatte mich richtig verjagt, als er zum ersten mal den Mund aufmachte....Völz eher quäkige Stimme ist ja bekannt. Vllt. war man der Meinung, dass seine Stimme nicht zum Charakter passte?