Sherlock Holmes in New York (USA, 1976)

Inhalt des Films

 

ReWatch erfolgte am: 13.04.2015

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Über die DVD und den Filmschnitt:
Bildqualität ist altersensprechend OK, schade nurt, dass man ein "falches" Bildformat  auf der DVD hat, ich denke, dieses Bildformat nennt man wohl "Letterbox". Rechts, links, oben und unten ist schwarzer Rand, so das nur in der Mitte das Bild ist. Mag ich persönloch nicht so. Die DVD bietet leider keinerlei Bonusmaterial, das Menü ist nicht animiert und auch nicht musikunterlegt, was schade ist, denn der gesamte Score und die Musik waren wirklich sehr gut zu Sherlock Holmes gewählt.

Über die Synchronisation:
Roger Moore wurde hier weder von seinem Stammsprecher Nils Clausnitzer, noch von seinem "Reservesprecher" Lothar Blumhagen gesprochen. Obwohl Clausnitzer auf der Seite http://www.synchronsprecher.com/deutsche_Stimme_von_Roger_Moore/Niels_Clausnitzer/Synchronstimme/Roger_Moore/synchronsprecher_Roger_Moore.html als Moore-Sprecher genannt wird, ist er es nicht. Entwedre also ein fehler auf der Seite oder es gibt 2 versch. Synchronfassungen. Leider hatte auch Patrick Macnee nicht Gert-Günther Hoffmann als Sprecher....eigentlich ja jeweils ein Minuspunkt - doch ich muß gestehen, dass beide Sprecher für den Schauspieler recht ungewöhnlich, ja gar ungeeignet waren, aber jeweils beide hervorragend zu en gespielten Charakteren gespasst haben. Also, wäre dies ein Hörspiel gewesen, wäre ich sehr zufrieden gewesen.

Meine Meinung zum Film:
Ich pers. kann die ganzen schlechten Kritiekn, die dieser Film bekommen hatte in keinster Weise nachvollziehen und erst recht nicht bestätigen. Als langjähriger Holmes-Fan war ich mit der Darstellung von Moore und Macnee als Holmes und Watson wirklich sehr zufrieden und beide machten einen tollen Job und kamen sher vertraut in ihren Rollen rüber. Die Kombinationsgabe von Holmes, seine Konzentration, dass er alles um sich herum vergisst, wenn er intensiv  mit einem Fall beschäftigt ist und bei Watson sein leicht traniges Gehabe, dass ihm seine täglichen Gepflogenheiten manchmal wichtoger als der Fall sind - all das kommt hier wunderbar zur Geltung. Klasse auch Watsons Bemerkung im Theater, weil er ja erstmals in seinen Leben in den USA war "Holmes, haben Sie es bemerkt? Es sitzen ja garkeine Indianer unter den Zuschauern...aber wir sind doch in Amerika!"   Und Holmes dachte nicht nur seinen teil und schaute Watson  stirnrunzelnt an und meinte dann verzweifelte "Ja, in der Tat...wie merkwürdig!"  Oder als Watson in dem Ney Yorker Hotel seinen tee bestellte  und er Holmes überraschend ansah und sagte "Barbaren! Die servieren hier den Tee in einem Papierbeutel!"  Charlotte Rampling als Irene Adler zu verpflichten war eine brillante Idee! Rampling passte vorzüglich in die Rolle, gleichzeitig  ist aber hier auch ein kleiner Minuspunkt anzusehen: Ich habe Irene Adler als starke Frau in Erinnerung, der so leicht nichts umhaut. Ihre beiden Ohnmachtsanfälle  passten nicht wirklich zu ihr, auch wenn es um ihren Sohn Scott ging. John Huston war brillant als Moriarty, meines Achten aber etwas zu unterfordert, man hätte ihn noch stärker in die Handlung einbinden können. Vllt. war Huston auch zum Zeitpunkt des Filmes etwas zu alt für die Rolle gewesen.

Hier erfährt man Holmes vermeintlich vollständigen Namen: William Sherlock Scott Holmes. Als der Sohn von Irene Adler  auftrat und Holmes bemerkte, er habe Irene von knapp 10 Jahren zuletzt gesehen...rechnete ich schon, dass es ja passen würde - aber Holmes und Vater...oder noch besser Holmes und Frauen?  OK, der Junge hiess Scott...mußte aber nicht wirklich was zu bedeuten haben  Am Schluß wollte Holmes es schon wissen, ob Scott sein Sohn ist oder nicht, traute sich aber auch nicht zufragen, so dass wir als Zuschauer eigentlich nicht wußten, ob Scott nun Holmes Sohn ist oder nicht. Erst als Holmes frage, was Scott denn gerne macht und Irene sagte "Er hilft gerne anderen Menschen....und er hat ein Faible für Musik, speziell Geige"!  sollte es zeigen - dass Scott scheinbar tatsächlich Holmes Sohn ist und Holmes bekam von Irene auch ein Bild von Scott für seine Taschenuhr  Witzig war, dass Scott Adler von Geoffrey Moore gespielt wurden, der ja in Wirklichkeit der Sohn von Roger Moore ist (und leider ja auch schon tragisch verstorben ist!

 

Gesamturteil: 5 Sterne (Ja, der Durchschnitt meiner Vorings wäre 3,67 gesen, was also eigentlich knappen  4 Sternen entsprechen würde, aber kann man es den Film denn zum Vorwurf machen, dass es keine Action gab? und Romantik bei Holmes? Passt eigentlich auch nicht....wobei der Romantik-Status hier schon für einen Holmes-Film recht hoch war....aber OK, es ist eben Roger Moore....und ohne Frauen gehts bei ihm nunmal nicht