Dreckiges Gold (The Train Robbers) (USA, 1972)

Inhalt des Films

 

ReWatch gemacht am: 05.08.2018

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Ein wirklich landschaftlich beeindruckend fotografierter Film, der irgendwie etwas Disney-Flair hat, mag vielleicht auch daran liegen, dass Burt Kennedy hier Regie führte. John Wayne wurde einmal mehr von Arnold Marqius synchronisiert.

Die DVD:
Das Bild und der tod sind tadellos, ich finde, daran gibts nichts zu meckern. Neben der deutschen udn englischen ist auch die spanische Tonspur vorhanden, zudem ein ganzes Arsenal von Untertiteln.  Das Bonusmateriual ist ganz interessant. Es gibt eine ca. 11 minütige Doku aus der heutigen zeit, indem heute noch lebende Stuntmen aus dem Film zu Wort kommen und über John Wayne und die Dreharbeiten zu dem Fiulm berichten. Dann noch eine ca. 4 minütige kleine Doku zum Film, die offensichtlich auch sehr viel später gedreht wurde. beides ist in englisch mit opt. deutschen Untertiteln auf der DVD versehen. Dann gibts noch eine John-Wayne-Trailershow mit 4 seiner Filmen. Die DVD i9st mittlerweile nicht mehr so ganz billig, kostet gegenwärtig bei Amazon schon knapp 35 Euro. Auf BluRay ist der Film in Deutschland bisher noch nicht erschienen, sehr wohl jedoch in Spanien, so dass es wohl nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis sie auch in Deutschland erscheinen wird.

Die Co-Stars:
John Wayne spielte erstmals mit der fabelhaften Ann-Margret zusamen, die ich immer klasse finde. Zudem war auch Rod Taylor dabei, was schon was besonderes ist, Wayne und Taylor mal wieder gemeinsam zu erleben. Ben Johnson ist einer jener Schauspieler, die fast in John Wayne Filmen zum Inventar gehören - beide waren ja auch sehr gute Freunde gewesen. In einer Nebenrolle war auch Ricardo Montalban als namenloser Pinkerton-Detektiv zu sehen, der immer mal wieder im film auftauchte....

Zum Film selbst:
John Wayne spielt dieseml den abenteuerlustigen Cowboy Lane (ob es der Vor.- oder Nachname ist, wurde man nicht gewahr), der der hübschen Witwe Mrs. Lowe (Vorname fiel nie!) dabei behilflich ist, einen gestohlenen Goldschatz im Wert von eine halben Million Dollar zu bergen, den ihr mittlerweile verstorbener Mann mit dessen Bande einst raubte und in einer alten Lok in der Wüste von New Mexiko versteckte. Dafür trommelte Lane seine beiden jahrelangen alten Kumpel Jesse (Ben Johnson) und Grady (Rod Taylor) zusammen sowie 3 weiteren Abenteurern.

Der Film beginnt in dem verschlafenen Ort Liberty in Texas, einem Ort, der nahezu ausgestorben wirkt. Überhaupt wurde in den ersten knapp 3 Minuten des Films nichts gesprochen, man läßt einfach nur die Landschaft der eher trsotlosen Gegend auf sich wirken und ein Mann, immer wieder zur Uhr sehend, wartete auf den Zug. Dieser Mann war Jesse (Ben Johnson). Irgendwie erinnerte mich diese Szenen an den Kultfilm "12 Uhr mittags". Dann tauchte in einem großen Wassertank ein weiterer Cowboy auf, der dort gerade ein Bad nahm. Wenig später galoppierten 3 Männer an, die mit den beiden Wartenden scheinbar verabredet waren. Und kurz darauf puffte endlich der Zug ein und John Wayne und Ann-Margret stiegen aus.

Lane (Wayne) erwzälhte allen Anwesenden den Auftrag: Mrs. Lowe (Ann-Margret) hatte einen verbrecherlischen Ehemman, den in einem Bordell in den Rücken geschossen wurde. Sterbend konnte er seiner Frau noch mitteieln, das er vor einiger Zeit an einem Zugüberfall beteilgt war und er der einzige ist, der weiß, wo die Beute - immerhin Gold im Wert von 500.000 Dollar, versteckt ist und teilte ihr es mit. mrs. Lowe hat nun die Absicht dieses Gold zu finden und der Eisenbahn zurückzugeben - immerhin würde ihr eine Belohnung von 50.000 Dollar winken. Da sie es nicht alleine bewältigen kann, heuert sie den alternden Abenteurer und Vollblut-Cowboy Lane an, um sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Dafür eben braucht er weitere, zuverlässige Männer - allen voran seine beiden langjährigen Freunde Grady und Jesse. Grady hatte zudem noch 2 weitere Männer angeheuert- die Lane auf den ersten Blick jedoch nicht wirklich vertrauenserweckend erschienen, doch beide schafften es im Fortverlauf des Films, ihn zu überzeugen.

Man machte sich auf den langen un beschwerlichen Weg von Texas nach New Mexiko. Man wußte, das man ihnen folgen wurde - denn Lowe hatte seinerzeit Komplizen gehabt, von denen noch heute 7 leben und die natürlich scharf auf das Gold sind. Lane wußte aber auch, dass diese Männer erst auftauchen würden, wenn sie direkt zum Gold geführt wurden. Mrs. Lowe behielt das genaue Versteck des Goldes für sich,m traute nemanden - nichtmal Lane. Auch als Lane eines Nachts versuchte, sie durch Whiskey redseelig zu machen, schaffte er es nicht. Am nächsten tag hasste er sich dafür, dass er diesen schmutzigen Trick probiert hatte.

Endlich fand man in der Wüste die alte verunglückte Lok. Mrs. Lowe wußte, dass das Gold in dem Dampfrohr der Lok versteckt war. Sie fanden es und un d es waar alles noch da. Nun verschanzte man sich dort und waretet, bis die Zugräuber auftauchten - Lane wußte, sie würden früher oder später kommen. Und tatsächlich,m nach stundenlangen Warten kamen sie und griffen an. Lane und seine Leute waren guit verscahnzt und vorbereitet, so dass es ihnen gelang, die Zugräuber - es waren mittlerweile 40 an der zahl gut zu dezimieren, bis sie ertsmal flüchteten um sich zu sammeln - doch Lane wußte: sie würden zurückkommen - und man wartete erneut bei der verunglückten Lok und deren demolierten Waggons. Und tatsächlich - in der Nacht griffen sie erneut an. Lane war allerdings brobereitet - er hatte bereits in Liberty für dynamit gesorgt, was auf Mulis transportiert wurden. Er hatte ein paar Ladungen scharf gemacht um den Zugräubern nun einen heißen Empfang zu geben.  Erneut wurden einige Zugräuber dezimiert. Nachdem es nun auf eine überschaubare Menge geschrumpft war, die erstmal flüchteten, machten sich Lane und seine Männer zurück nach Liberty, wo Mrs. lane den Zug besteigen soll mit dem geld und nach Haus fahren sollte, um dort das Gold zurückzugeben.

Was Lane jedoch nicht wußte - in der gesamten zeit wurden sie nicht nur von den Zugräubern, sondern auch von einem myseriösen Mann (Ricardo Montalban) verfolgt, dessen Absichten bis dato unbekannt waren.

Lane wunderte sich, dass es keinen weiteren Angriff der Zugräubergab. Als man in Liberty ankam, bemerkte Lane eine merkwürdige Ruhe, die eine innere Unruhe in ihm auslöste. dadurch, das man Mulis hatte, die auch noch das restliche Dynamit zogen, bewegte man sich entsprechend langsam vorwärts während die Zugräuber dadurch einen schnelleren Vorteil hatten. Und tatsächlich - Lanes Vorsicht zahlte sich aus. Die restlichen Zugräuber haben die wenigen Bewohner von Liberty ermordet um Lane und seine Männer in einem Hinterhalt zu locken. Es kam zu einer wilden Schiesserei, wobei das restliche DEynamit einmal mehr Lane zu Hilfe kam und es gelang ihnen schliesslich, auch die letzten Zugräuber zu töten.

Lane und seine Leute beratschlagten, was sie mit ihrem Anteil der Belohng anstellen würden. Man kam überein, dass mjeder auf sein Anteil verzichten will, um Mrs. Lowe alles mzu geben, damit sie mit ihrem Sohn Matt ein neues Leben beginnen kann. Mrs. Lowe war glücklich darüber, bestieg den Zug und verabschiedete sich. Da tauchte der mysteriöse Fremde aus, der sich als Pinkerton-Detektiv entpuppte. Er wurde von der Eisenbahngesellschaft beauftragt, das Gold zu finden und sicherzustellen. Gleichzeitig erzählte er Lane und seinen Männern neben seinen Glückwünschen auch, dass Mrs. Lowe ein fauler Apfel ist - sie war nie die Frau von dem Zugräuber gewesen und hat auch keinen Sohn. Sie war lediglich eine Prostituierte aus dem Bordell, wo Lowe erschossen wurde, als er gerade mit ihr "im Gange" wa r und hatte ihr sterbend von dem Gold erzählt. Lane und seine Männer kamen sich verarscht vor und ritten dem Zug nach. Damit endete der Film.

Alles in allem war es ein eher ruhiger und dialogstarker Western, der mehrere Ruhephasen hatte, alleine ganz am Anfang, aber auch als man in der Wüste auf die Zugräuber warteten, was knapp 7 Minuten gedauert hatte, indem sich die 7 Freunde näher kamen und es auch Zeit für nette Landschaftsaufnahmen war. Alleine diese Momente erinnerten eher an einen Disney-Western. Zudem war es auch schon ungewöhnlich, dass keiner von Lanes Leuten am Ende erschossen wurde oder gar verletzt wurden - und es auch keinen zwist wegen dem Gold untereinander gab.

Witzige Szenen

Mitten in der Nacht wurde eines der Muli8s geklaut. Calhoun (Christopher George) hielt die Nacht Wache und bemerkte es nicht, bis Lane am nächsten tag sauer war:

Lane: Das Muli ist weg und es fehlt auch was vom Dynamit
Calhoun: Das kann nicht sein
Lane. Nein, natürlich nicht. Das Muli muß sich selbst alleine mit Dynamit beladen haben und weggeritten sein!"


Man schaffte es, das Muli samt Dynamit wieder zurückzuholen und den Dieb zu stellen.

Denn mußte man auf dem Weg nach New Mexico durch einen Fluß reiten - wobei die Männer keine Probleme hatten. Ann-Margret jedoch schon. Lane meinte zu seinen Leuten "Ob wir auch die richtige Furt erwischt haben? Jesse meinte "Jaja, ich denke schon" Und Lane "Na, dann ist ja gut....denke ich"! Lane riet ihr, das Pferd loszulassen, da dies schwimmen kann. Sie tat es...wenn auch zögernd und das Pferd schweamm zur anderen Seite. Ann-Margret selbst planschte wie wild im Wasser herum und Lane fragte zu den anderen "Was macht sie da? Ob sie ertrinken wird?"  Schliesslich holte man sie aus dem Wasser, es stellte sich heraus, dass sie nicht schwimmen konnte  Aber witzig, wie die Männer alle dastanden udn der armen Ann-Margret beim hilflosen Planschen zusahen 

Und dann eben das Ende, als Montalban ihnen erzählte, dass Ann-Margret sie alles aufs Kreuz gelegt hatte

Alles in allem gebe ich 4 Sterne wenngleich er eben einige Längen hatte, somit zwar letztendlich knappe 4 Sterne, aber immerhin.