Sieben Tage Frist (D, 1969)

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 27.12.2014

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Zur DVD:

Das Bild ist sehr schwach. Unzählige weisse, kleinflächige Artefakte die sicher wegen des Masters schuld ist und einige Verschmutzungen. Dazu hat die DVD kein Wendecover und das Flatschen war nur auf der Folie drauf. So ist auf dem Schuber kein Flatschen aber auf der Keep Chase Amaray. Ich hab dann trotzdem das Bild als Wende genommen das auf der anderen Seite des Covers ist. Auch steht das der Film 100 Minuten geht das ist falsch der Film geht 96 Minuten. Man hätte den Film sicher restaurieren können und nfür heutige Verhältnisse anpassen können, jedoch wäre das für ein so kleines Label wie filmjuwelen wohl zu teuer gekommen, zudem hätte man dann sicher mind. 20 € oder mehr für die DVD im VK nehmen müssen, um das Geld wieder reinzubekommen. Ich war mit der Bildqualität noch zufrieden, sicher nicht das Gelbe vom Ei, jedoch hatte ich auch schon weitaus schlechtere Kauf DVDs gehabt. Das mit dem Wendecover ist zwar etwas blöd - aber dafür gibts ja den Schuber, der hat ja keinen Flatschen. Als Bonusmaterial gab es 2 Pressemitteiluingen von 1969, einmal von der Uraufführung in Kiel, die andere aus Moskau (!!!), jede Pressemitteilung ging ca. 1,5 Minuten - also gute 3 Minuten gesamt, dazu kommt noch der Kinotrailer von damals, der knappe 3 Minuten ging - da komme ich auf 6 Minuten, der Rest sind Filmvorschauen von anderen Produktionen....naja, wenn man das dazuzählen will, sowie ein interessantes Booklet. Die Extras sind unfassbar kurz und in schwarzweiß. Nur die Trailer sind in Farbe. Eigentlich sind die Extras ein Witz da die gerade mal insgesamt drei Minuten gehen. amals wurde eben auf "Bonusmaterial" nichts gegeben. 1969 dachte man noch nicht daran, dass sowas mal für Fans interessant sein wird. So waren die beiden Pressemitteilungen logischerweise in s/w, weil diese fürs TV erstellt wurden, und Farbfernsehen 1969 noch nicht richtig in Mode war und wenn, dann eher für Filme oder diverse Serien, aber gewiss nicht für irgendwelche Pressemitteilungen oder Reportagen.
Was man noch hätte machen können, wäre vielleicht. ein Interview mit Blacky. Er lebte ja noch, als die DVD hergestellt wurde. Das wäre sicher sehr interessant gewesen.

Erwähnenswert sei noch, dass Till Hagen - damals zarte 20 Jahre alt - einer der Schüler gespielt hatte. Hagen ist besonders heute als Synchronsprecher sehr bekannt, leiht unter anderem Kevin Spacey und Billy Bob Thornton seine Stimme und - für alle Comic-Fans ist er die deutsche Stimme von S:H.I.E.L.D. - Legende Agent Phil CoulsonEs ist sogar die englische Sprachversion auf der DVD. .

 

Fazit:

Der Film besitzt einen gewissen Leerlauf, was jedoch sehr typisch für psychologisch anghauchte Filme ist, das gehört irgendwie zum Genre. Was mich etwas gestört hatte, waren die ganzen Nackaufnahmen, die schon an die späten Wallace-Filme oder an die ganzen Softpornos erinnerten, dessen Welle da ja erst richtig aufschwappte. Die ganzen "hängenden Schwänze" von den Schülern....hätte ich nun nicht gebraucht, und die Handlung erst recht nicht. Der Film hatte keinen Abspann es gibt nicht mal ein "The End". Wer der Mörder war. wurde natürlich nicht verraten. Aber das es keinen Abspann gab, ist für Filme aus der Zeit leider nicht unüblich, gerade bei deutschen Produktionen. Finde ich auch nicht toll....besonders, wenn man damals im Kino war, wurde man ja quasi von jetzt auf gleich aus dem Sessel geholt, ohne dass der Film noch etwas "nachwirken" kann im Abspann.

Was das Ende angeht, so war ich alles andere als überrascht. Ich wäre auch damals bei der Uraufführung nicht überrascht gewesen, ebensowenig, als hätte ich damals den Roman zum Anfang gelesen. Der eigentliche Titel ist ja "Sieben Tage Frist für Schramm" - da deutete es ja schon im Titel darauf hin, dass Schramm die ganzen Morde verübt hat. Interessant war hier lediglich zu erfahren, wieso er die Morde begangen hatte. Es war schon wirklich gut gewesen, den Film vom Buchtitel auf "Sieben Tage Frist" zu kürzen, so konnte jedenfalls damals diejenigen, die das Buch nicht kannten, nicht gleich auf den Mörder kommen...funzt heute natürlich im Internet-Zeitalter auch nicht mehr. 

 

Der Film selbst ist auch keiner meiner Lieblingsfilme mit Blacky, aber dennoch recht ordentlich.

Erwähnenswert ist noch, dass die Rolle, die Blacky spielte, der Autor dieses Buches (und ein anderer war) Sein Charakter "Paul Hendricks" war zu Lebzeiten tatsächlich Lehrer, und eben auch Roman-Autor  Für einen Lehrer merkte man Hendricks sehr viel detektiivisches Gespür an und hatte als Ermittler eigentlich mehr auf den Kasten als Horst Tappert, der den eigentlichen Cop spielte.

Ich bewerte den Film mit 3,5 Sternen , also aufgerundet auf knappe