Der Mann, der zweimal lebte (Seconds) (USA, 1966)

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 10.03.2018

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Ich werde wohl nie verstehen, warum dieser Film eine "FSK: 18" hat!

Rock Hudson tauchte erst ab der 35 Minute des Filmes auf, was daran liegt, dass der Charakter ja erst Hudson nach seiner plastischen OP war....ist doch schon was tolles: Du bist erst ein 60jähriger Opa...läßt dich operieren und siehst aus wie Rock Hudson. Das wäre doch mal eine echte Werbung für alle Schönheits-Chirurgen!

Synchronisiert wurde Hudson vom Stammsprecher Gert-Günther Hoffmann.

Rock Hudson spielte den leiten Bankangestellten Arthur Hamilton (bzw. wurde er in den ersten 35 Minuten von John randolph dargestellt). Ein Mann in den 60ern, der von dem Erreichten in seinem Leben enttäuscht ist und keine großen Zukunfts-Freuden mehr zu erwarten hat. dabei hat er einen tollen Job, eine treusorgende Ehefrau und eine erwachsene Tochter, die mittlerweile mit einem Arzt verheiratet ist. Eines Tages bekommt Hamilton einen unerwertateten Anruf von seinem Freund Charlie - seinem verstorbenen Freund Charlie! Dieser berichtet ihm, dass es eine Organisation gibt, die es einem Menschen ermöglicht, seine Jugend zurückzugewinnen - indem man sich plastisch opieren läßt. Er hat es selbst ausprobiert, seinen Tod vortäuschen lassen und lebt nurn sein zweites Leben in vollen Zügen. Hamilton ist unsicher...und verbringt viele schlaflose Nächte mit seiner Entscheidung. Schliesslich fasste er sich ein Herz, für zu dieser Organisation, um sich näher zu informieren. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass die OP 30.000 Dollar kostet und er sein ganzes Hab und und Gut nicht mitnehmen kann. Die Organisation sorge für seinen wassedichten Tod und eine großzügigige Versorgung für seine Frau und Tochter.. Nach einigen Zögern unterschrieb Hamilton den Vertrag.

Er wurde unter drogen gesetzt und unter Drogen hatte er eine junge Frau erwürgt und gefilmt. Mit diesem Video wollte er gefügig gemacht werden, falls er es sich anders überlegen sollte später.

Nach der OP war Hamilton, der sich nun Tony Wilson nennen muß, ein Mann in den End Dreißigern. Er durfte sich aussuchen, was er mit seinem Leben nun anfangen will und entschied sich dafür, Kunstmaler zu werden.  Man hatte ihn alle Zähne gezogen und durch ein topmodernes Gebiss ersetzt, dass sich von echten Zähnen nicht unterscheidet, seine Handmuskel wurden verändert, so dass er eine komplett andere Handschrift hat und seine Stimmbänder wurden ersetzt.

Zudem wurde ihm ein sehr hübsches Haus am Strand und ein Atelier - sowie eine Vergangenheit als semi-erfolgreicher Kunstmaler mit sämtlichen absolut lupennreinen Zeugnissen zur Verfügung gestellt. Doch Wilson kann sich mit seinem neuen Leben nicht so recht anfreunden und hat Schwierigkeiten, sich einzugewöhnen. Die Organisation, die ihn - ohne dass er es wußte - überwacht, schluesst daraufhin die hübsche Nora Marcus (Salome Jens) in sein Leben. Die lebenslustige Frau krempelt das Leben des biederen Wilson kräftig um, schleift ihn zu einm ausschweifenden Nackt-Fest nach Santa Barbara mit und schaffte es scheinbar sogar, Wilson Leben Antrieb zu verleihen.

Tony und Nora waren daraufhin ein Paar, doch Tony merkte, wie sehr ihm sein altes Leben doch fehlt. auf einer Party betrinkt er sich so stark, dass er seinen Gästen von seinem früheren Leben erzählte. Daraufhin wurde er von einigen Männern weggeführt und Tony mußte sehen, dass alle Leute auf der Party ebenfalls "Wiedergeborene" sind und das jeder jeden quasi überwacht, dass es alles geheim bleibt. Tony erfuhr auch, dass selbst Nora nicht echt ist.  Tony bekam eine ausdrückliche Verwarnung. Zudem rief Charlie wieder an, der seinen Freund bekniete, sich unauffällig zu verhalten, weil ihre Leben verwoben seien und er für seine Fehler auch büßen muß.

Doch Tony konnte nicht anders - schon am nächsten tag führ zurück zu sein altes Leben und sprach mit seiner früheren Frau, die ihn natürlich nicht erkannbte. Tony gab sich als alter Freund ihres Mannes aus und fragte sie nach ihrem gemeinsamen Leben. Dabei erfuhr Tony, dass seine Frau viele Jahre lang unglücklich in der Ehe gewesen war, weil  Tony / Arthur nie Zeit für sie hatte und ihre Exstenz als selbstverständlich hinnahm - selbst sexuell lief seit vielen jahren nichts merh, weil er nicht wollte. Für Tony ging wieder ein Stück seiner Identität verloren und suchte die Organisation auf und bat sie, ihn erneut umzuopieren - er will ein drittes Leben haben - diesmal würde er alles richtig machen. er will jedoch diesmal selbst bestimmen, wer er sein wird und was er werden will.

Scheinbar ging die Organisation auf Tonys Bitte ein. In einem "Wartezimmer" traf er Charlie wieder, der kurz darauf mit Tränen fortgeführt wurde. Tony verstand langsam - dass er diesen Ort nicht mehr lebens verlassen würde. Tony wurde erklärt, dass alle Leute, die im Wartezimmer sitzen, Leute sind, die die Organisation enttäuscht haben und nicht mehr tragbar für die Sicherheit sind. Sie dienen nun als potenzielle Todesopfer für Neuankömmlinge, den man deren Tod vortäuschen muß und es wird ausgewähält, wie die Leute aufeinander passen, damit der Tote glaubwürdig passt.

Tony wehrte sich, doch er war festgebunden . Vorhger wurde bereits Charlie beseitigt, der selbiges Schicksal ereilte, weil er sich für Tony verbürgt hatte. Zur Strafe mußte auch er sterben. So starb Tony / Arthur auf dem OP-Tisch und diente als neue Leiche für den nächsten passenden Klienten.

Der film ist auf einer Weise wirklich sehr faszinierend, obwohl plastische Operationen in unserer zeit natürlich keine Science Fiction mehr ist, sondern quasi ja schon eine Selbstverständlihckeit ist. 1966 war dies freilich noch nicht der Fall. Fragwürdig fand ich jedoch mehrere Szenen:  Hudson wurde neue Stimmbänder gegeben, die nun völlig anders klingen...ich denke nicht, dass sowas selbst heute möglich ist, eine leichte Veränderung ist ja möglich - aber eine so gravierende?

Denn ist es schon erstaunlich, dass man Hudson Charakter 20-25 Jahre verjüngen konnten - aber letztendlich sind die inneren Organe, etc. natürlich dieselben geblieben - also würde er so auch ganz normal altern  und dann quasi mit 50 an Altersschwäche sterben. Und spätestens ein paar Jahre später sieht man ja denn doch wieder das Alter. Ein wirklicher Jungbrunnen ist damals wie heute natürlich keine plastische OP:

Dann: Ihm wurde ja ein sehr hübsches Haus zur verfügung gestellt - sind ja auch alles Kosten - waren dies schon in den 30.000 inbegriffen? Es gab ja schon so einige "Wiedergeborene", die ja denn auch so ausgestattet wurden. Wie kann das alles finanziert werden? und dann noch die finanziellen Absicherungen für die Hinterbliebenen ?

Alles Fragen, die ich mir stelle,  die nicht erklärt wurden und somit auch schwer zu glauben sind...

Alles in allem...hatte mir der Film nicht so wirklich gefallen....wobei die Idee dahinter schon etwas faszinierend war.  Der Film wurde übrigens komplett in schwarz-weiß gedreht - ein 1966 gedrehter Film aus den USA schon ungewöhnlich....diese s/w Stimmung sollte wohl für mehr Mystery im Film sorgen....

Der Film, bei dem Regie-Legende John Frankenheimer auf dem Regiestuhl Platz genommen hatten, ist übrigens eine Romanverfilmung. Der Roman zum Film heißt "Das vertauschte Leben" und wurde von David Elys 3 Jahre vor der Verfilmung, im Jahre 1963 geschrieben und als Bestseller veröffentlicht.