Alarm in der Unterwelt

( The Undercover Man ) ( USA, 1949 )

Inhalt vom Film

 

Rewatch gemacht am: 03.06.2023

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Heutiger Rewatch Film aus meiner Film Noir & Thriller - Filmreihe ist der Glenn Ford Film "ALARM IN DER UNTERWELT") ("THE UNDERCOVER MAN") aus dem Jahre 1949, zusammen mit Nina Foch, James Whitmore, Barry Kelley, David Bauer, Howard St. John und die spätere TV Regisseur-Legende Leo Penn. Die FBI-Agenten Frank Warren (Glenn Ford) und George Pappas (James Whitmore) werden auf den Unterweltsboß Big Fellow angesetzt. Die Drecksarbeit erledigen Big Fellows skrupellose Killer, ihm selbst kann man nichts nachweisen. Deshalb soll er - ähnlich wie Al Capone - wegen Steuerhinterziehung drangekriegt werden. In monatelanger Kleinarbeit suchen Warren und Pappas nach Lücken im System. Tag und Nacht sind sie im Einsatz. Je näher sie sich an Big Fellow heranwühlen, desto gefährlicher wird die Sache. Bald liegen die ersten Leichen auf der Straße. Warren soll nach allen Regeln der Kunst eingeschüchtert werden. Die Gangster drohen seine Frau zu ermorden. Doch der FBI-Agent gibt nicht auf. Frank Warren hat sich festgebissen, er will Big Fellow erwischen - tot oder lebendig ... Der Film basiert auf wahren Begebenheit und beruht auf einen Artikel von Frank J. Wilson, dem eigentlichen Charakter von Glenn Ford, dessen Name in dem Film geändert wurde.

 

Die Stars:

Glenn Ford spielte den unnachgibigen FBI Agenten Frank Warren, Nina Foch seine Ehefrau Judith Warren, James Whitmore spielte Fords Partner George Pappas, Barry Kelley spielte den skrupellosen Verbrecher-Anwalt Edward J. O'Rourke, Leo Penn spielte den Buchhalter Sydney Gordon.

 

Synchronisation:

Glenn Ford wurde von Curt Ackermann (Stammstimme Cary Grant) gesprochen, Nina Foch von Eleonore Noelle, James Whitmore von Heinz Engelmann, Barry Kelley von Hans Hinrich, David Bauer von Paul Klinger, Howard St. John von Wolfgang Eichberger und Leo Penn von John Pauls-Harding

 

DVD & BluRay:

In Deutschland in der Film bisher leider noch nicht auf DVD oder BluRay erschienen. Er erschien bei uns jedoch in den 80er Jahren ungekürzt. auf VHS Kaufcassette von RCA. Ich besitze von dem Film eine digitale Pay TV Aufnahme. Alle Fassungen in Deutschland sind ungekürzt.

 

Interessantes:

Die Einleitung wurde in der Originalfassung von John Ireland gesprochen. Er wurde von Wolf Ackva synchronisiert. Gedreht wurde der Film vom 4. Mai bis zum 16. Juni 1948 in Los Angeles, u. a. in der Los Angeles Union Station und am Hollywood Burbank Airport. Walter Holscher war der Art Director, William Kiernan der Szenenbildner und Jean Louis der Kostümbildner. Musikalischer Direktor war Morris Stoloff. Die Premiere des Films fand am 20. März 1949 in Chicago statt. In der Bundesrepublik Deutschland kam er am 19. Februar 1952 in die Kinos, in Österreich im Dezember 1952. Der Film basierte auf einem Artikel mit dem Titel „He Trapped Capone“, dem ersten Teil der Autobiografie „Undercover Man“ des Bundesagenten Frank J. Wilson, die 1947 bei Collier's veröffentlicht wurde. Viele Details wurden fiktionalisiert. Der Zeitrahmen wurde von der Prohibitionszeit auf die Nachkriegszeit geändert. Chicago wurde zu einer namenlosen, ziemlich unscheinbaren Großstadt. Al Capone wurde nur als der schattenhafte „Big Fellow“ bezeichnet und nur von hinten fotografiert. Er war ein abwechslungsreicherer Gangster und nicht in erster Linie ein Raubkopierer (was die Veränderung der organisierten Kriminalität in den USA nach der Aufhebung der Prohibition widerspiegelt). Außerdem wurde natürlich auch IRS-Kriminalermittler Frank Wilson zum IRS-Kriminalermittler Frank Warren. Dennoch stellte der Film authentisch die Bemühungen von Wilsons Team dar, einen Steuerhinterziehungsfall gegen Capone zusammenzustellen, und in vielerlei Hinsicht ist der Film trotz der Namensänderungen und unscheinbaren Einstellungen eine weitaus genauere Darstellung der Ermittlungen als spätere Filme Gleiches Thema wie Die Unbestechlichen. In „Die Unbestechlichen“ zum Beispiel wechselt der Richter, der Capones Prozess leitet, mitten im Verfahren abrupt die Jury, was im wirklichen Leben nie passieren würde. Was tatsächlich geschah, war, dass der Richter kurz vor Beginn des Prozesses die Jury wechselte, und der Vorfall wird in „The Undercover Man“ genau geschildert. Details über den wahren Frank J. Wilson, auf dem Fords Charakter basiert.

 

Zum Film selbst:

Zusammen mit seiner Frau Judith reist Frank Warren nach Chicago (Stadt wurde nicht genannt, sollte aber Chicago darstellen), um dort mit einer Spezialeinheit endlich das große Verbrecherimperium, angeführt von der Nummer 1, den man nur unter den Namen Big Fellows kannte, zu bekämpfen, welches für Angst und Schrecken sorgt. Kaum angekommen wurde Warren Kontaktmann nach einem Kinobesuch mit einr Maschinenpistole durchlöchert. Als Warren und seine Kollegen alle Zeugen am Tatort befragten, stiessen sie auf einer Mauer des Schweigens. Keiner will was gesehen oder gehört haben, niemand kennt irgendjemanden. Einzigst der gefällige Verbrecher-Anwalt O'Rourke machte Warren gleich die Nase lang, dass seine Mandanten in keinster Weise damit etas zu tun haben und grinste ihn an. Unter vier Augen versuchte O'Rourke sann Warren zu bestechen, doch Warren lehnte unbeirrt ab und versprach, seine Mandanten in den Knast zu bringen - doch O'Rourke lachte nur darüber.

Warren merkte jedoch schn ell, dass diese Aufgabe ihn diesmal bis an seine Grenzen bringen wird und witterte, dass er sich selbst in Gefahr bringen würde, besonders die Personen, die er liebt. So beschloß er, Judith aus der Stadt herauszubringen und in einer anderen naheliegenden Stadt unter anderen Namen unterzubringen. Warren ermittelte weiter und weiter, stellte zusammen mit seinem Team Fragen, suchte nach Antworten und besonders nach Personen, die was gesehen und aussagen können. Doch egal, was sie versuchten - es kam weniger als nichts dabei heraus. Die Leute hatten Angst, waren eingeschüchtert und wußten, wenn einer auch nur das leiseste Wort sagte, ist sein Leben keinen Pfifferling mehr wert.

Eine vielversprechende Quelle könnte der Verbrecher Manny Zanger sein, der Antworten hat. Doch dieser versteckt sich vor den Cops - keiner will ihn kennen. Schliesslich erwirkte Warren einen Beschluß, die Bücher zu prüfen. Wie erst vor kurzem Eliot Ness gegen Al Capone vorgegangen war, versuchte er nun dernselben Trick hier gegen Big Fellow. Bedenkenlos liess O'Rourke die Bücher aushändigen - doch...nicht der leiseste Anflug einer Unsachlichkeit liess sich feststellen - man hate vorgesorgt und alle Bücher entsprechend frisiert.  Frust machte sich im ganzen Team breit. Vom Volk gehasst und beschimpft - von O'Rourke und denb Verbrechern ausgelacht. Schliesslich führte Warren Razzien durch, verhaftete Leute um sie einzeln zu verhören - doch auch hier war O'Rourke schlauer. Er hatte sich über die illegale Durchführung der Razzien beim Staatsanwalt beschwert, der wiederum den Police Chief kontaktiert hatte und der riss Warrenb und seinen Kollegen den Arsch auf und grinsens spazierten alle Gangster wieder heraus. Ein langgedienter Captain, der besonders deswegen zur Verantwortung gezogen wurde, hatte daraufhin die Nase voll...er warf nach 30 Jahren Dienstzeit genau 2 Jahre vor seiner Pensionierung frustriert hin - sah keinen Sinn mehr in seiner Arbeit. Warrenb erfuhr, dass dessen Vorgänger hier noch als Sergeant arbeitetr. Er war einst ein harter Hund gesen, sich jedoch bestechen lassen, da auch eher keine Chance sah, hier was zu ändern und auf diesem Weg für sich was abzweigen kann.

Warren bekam schliesslich durch Salvatore Rocco eine Spur zu einem wichtigen zeugen, der in die echten Bücher und Geheimnisse eingeweiht ist. Doch die Suche gestaltete sich als schwer, besonders seine Familie wetterte gegen Warren und sein Team, ihn gefälligst in Ruhe zu lassen, da man ihn sonst ermorden würde. Kurz danach erfuhr Warren, das man Zanger endlich gefundne hatte - ermordet! Rocco wußte, dass Warren ihn suchen liess und versteckte sich. Doch als seinekleine Tochter ihn brauchte, tauchte er auf und wurde gleich danach natürlich von Big Fellows Schergen entdeckt, gejagt und schliesslich vor den Augen seiner kleinen Tochter brutal erschossen. Roccos Familie machte daraufhin Warren für dessen Tod verantwortlichen, schrien ihn einen Mörder. Als Warrenb weiter ermittelte, lief er in einen Hinterhalt und wurde brutal zusammengeschlagen. Als er zu seiner Wohng kam, fand er diese durchsucht vor. Man vermutete, dass Rocco Warren noch ein brisantes Buch - das unfrisierte, hatte zugespielt, welches sie nun gesucht hattenn. O'Rourke suchte Warren nochmal auf und erhöhte sein Bestechungsgeld, welches Warren erneut ablehnte. Doch diesmal sprach er auch eine indirekte Drohung an Warrens Frau aus, welche Warren wirklich Angst machte. Erstmals stellte auch eralles in Frage, ob das alles tatsächlich wert sei. Er nahm sich ein paar Tage eine Auszeit und besuchte Judith, verbrachte ein paar harmonische Tage mit ihr und und entschloss sich, seinen Dienst zu quittieren und sich irgendwo ein harmonisches Leben als Farmer niederzulassen. Judith wunderte das, freute sich aber. Da tauchte die Mutter von Rocco auf, brachte ihre Enkelin, als Roccos Tochter mit, da die Oma kein englisch konnte. Sie bekniete Warren, weiterzumachen, berichtete, dass sie aus Italien kam wo die Mafia regierte und ihr Mann das Leben kostete und sie nach Amerika geflüchtet war und sie es heute als Fehler ansahn, wegzulaufen, und dass Big Fellow und seinen Leuten einer die Stirn bieten müsse. Das waren genau die Worte, die Warren wieder in die Spur brachten und beschloß, weiterzumachen.  Dann händigte die Oma Warren das von allen gesuchte Buch aus. Rocco hatte es ihr gegegeben.

Zurück in Chicago durchstöberten Warren und seine Leute das Buch, stellte verschiedene Handschriften fest und eine führte zu dem Buchhalter Sydney Gordon. Gordon war kein Verbrecher, ein harmloser Buchhalter der, als er merkte, für wen er die Buchhaltung machte, zusammen mit seiner Freundin geflüchtet war. Dieser sollte nun als Kronzeuge aussagen. Warren und seinen Leuten gelang es, Gordon ausfzuspüren und zu überreden, auszusagen - alleine deswegen, damit er selbst endlich ein ruhiges Leben führen kann. Big Fellow kam dahinter, dass die Cops das Buch haben und das man ihn in Kürze verhaften würde. er wies an, das man alle 83 möglichen Geschworenen, von denen bekanntlich ja 12 gewählt werden, besticht. Da man nicht wußte, welche 12, wurde alle 83 in Fragen kommenden bestochen. Sie hatten einen Informanten in der Staasanwaltschaft, der ihnen die Liste zuspielte. Zudem merkte O'Rourke, das auch für ihn die Luft dünner wurde und beschloß, nun selbst seinen hals aus der Schlinge zu ziehen und Big Fellow zu verraten. Er traf sich mit Warren und informierte ihn übder den großen Bestechungsskandal und das auch er 10 Namen bekommen hatte, die er bestechen sollte. Doch Big Fellows hatte Wind von seinem Verrat bekommen und liess ihn überwachen und schliesslich überfuhren sie O'Rourke. Warren konnte sich gerade noch retten und die beiden Männer in dem Wagen erschiessen.

Gordon und seine Freundin bekamnen ebenso wie Roccos Familie Polizeischutz gestellt. Auch der Captain, der gekündigt hatte, war wieder zurückgekommen, um zu helfen.  Warren gelang es, den Bundesrichter von dem Bestechungsskandal wissen zu lassen und kurz vor Prozessbeginn liess er alle Geschworenen austauschen und gänzlich neue berufen.

Monate später dann das Urteil: Big Fellow wurde wegen Steuerhinterziehung zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Fazit:
Der ganze Film ist ja ein Erlebnisberichte von Frank J. Wilson. Big Fellow, der im ganzen Film nie zu sehen war, ausser einmal von hinten, sollte natürlich Al Capone sein. Frank Wilson führte jene Ermittlungsarbeit vor, die Eliot Ness ins Rollen gebracht hatte. Die ganze Geschichte ist natürlich nicht wirklich neu, es giobt heute ja mehrere Filme, Bücher und TV-Serien über dfas Thema, so das man natürlich zu gut wußte, wie der Film diktiert wird und wie er endet, was natürlich schon auf die Spannungsmomente drückte. Trotz allem wirklich klasse gespielt, besonders von Glenn Ford, aber auch von James Whitmore und auch von Barry Kelley. Enttäuscht war ich von Nina Foch, eine tolle Schauspielerin, die hier leider völligst unterging und nichts von dem zeigen konnte, was sie drauf hat. Sie mutierte in diesem Film leider nur zu einer kleinen Nebenrolle, die man auch hätte mit einer eher unbekannteren weiblichen Schauspielerin besetzen können. Am Drehbuch kann man natürlich nichts mäkeln, da es ja um einen wahren Aufzeichnungsbericht handelte, bei dem natürlich freilich hier und dan was ganz kleines verändert oder zugedichtet wurde. Das Frank Warren (Frank Wilson) hier nach kein Farner wurde, ist ja bekannt, da er später ja auch in der Entführung des Lindbergh-Babys involviert war (OK - anderer Fall, anderer Film) Grinsen Alles in allem ein wirklich klasse Film, für mich dennoch mit dem kleinen Haken, dass die gesamte Geschichte natürlich vielschichtig bekannt ist und einem so die Spannung etwas nimmt. Ungewöhnlich, dass es noch keine DVD bei uns von dem Film gibt, obwohl er damals zweimal als VHS Kaufcassette erschienen war.

 Sehr guter Film/Serie