Octagon (Octagon) (USA, 1980)

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 29.11.2015

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Habe mir den Film gerade eben wieder angesehen und mußte feststellen, dass diejenigen, die das DVD Cover mit einer Inhaltsangabe versehen hatten, den Film offenbar garnicht gesehen haben. Dort wurde Lee van Cleef als großer Bösewicht Seikura beschrieben, den van Cleef garnicht gespielt hatte. Van Cleef spielte McCarn, einen Freund  von Scott (Norris).

Zur DVD:

Es ist schön, dass meiner komplett uncut ist, immerhin war der Film um ca. 10 Min. damals gekürzt. Leider wurden die fehlenden Szenen etwas dilitantisch in den Film eingefügt, sie wurden mit "neutralen Synchrosprecher" vertont, wobei der originalton im Hintergrund weiterlief....das hörte man, denn die gewählten Sprecher  mußten wohl allesamt Mitarbeiter  der DVD Firma gewesen sein....mann, waren die schlecht. Hätte man lieber im original belassen sollen und dann deutsch untertiteln. Das die Originalstimmen von damals heute nicht mehr zur Verfügung standen - aus unterschiedlichsten Gründen, war ja klar, aber dennoch.... Ergänzung: Mittlerweile ist der Film ja auch uncut auf BluRay erschienen.

Zum Film selbst:

Fans von Lee van Cleef kommen bei diesem Film einwandfrei zu kurz. Wer auf tolle Kampfszenen von van Cleef hoffte, wurde bitter enttäuscht. Van Cleefs Rolle war austauschbar und hätte auch von einem Nicht-Kampfsportler gepielt werden können. Dafür bot Chuck Norris wirklich hervorragende Fights vom Feinsten .

Art Hindle, der Norris hitzköpfigen Buddy spielte lieferte eine mehr als dürftige Leistung ab und das obwohl er eigentlich ein guter Schauspieler ist. Wie er alleine in das Ninja Camp gegangen ist und mal eben 3 Dutzend Ninjas fertigzumachen, war schon lachhaft....er kam nichtmal 100 Meter an das Fort ran, ehe er von 2 Ninjas in Null-Komma-Nichts ausgeknockt wurde, dann eingesperrt wurde und dann später die Kehle durchgeschnitten wurde. Also, wer auf so einen Retter hofft, kann sich auch gleich selbst um die Ecke bringen.

Einmal mehr fiel bei diesem Film auf, wie unfreiwillig komisch damals doch Schußverletzungen dargestellt wurden. Gleich zu Anfang, als dieser Geschäftsmann mit Kugeln durchsiebt wurde, merkte man förmlich, dass er Farbbeutel an seinem Körper hatte, die geplatzt waren....witzigerweise hatte er nichtmal rotes Blut....sondern es war orange.  Aber gut....vor 30 Jahren war das eben noch anders wie heute, da kann man den Film selbst keinen Vorwurf machen.

Etwas enttäuscht war ich vom Schlußfight zwischen Norris und Seikura, den hätte ich mir etwas eindrucksvoller vorgestellt. Und enttäuscht war ich von Norris Charakter, der mir sehr ausdruckslos vorkam. Als m Anfang seine Freundin getötet wurde, zuckte Norris keinen Mundwinkel....anstatt die sterbende Schöne noch in den Arm zu halten, ging er lieber zum Sicherungskasten, um den Strom wieder anzustellen. Auch im Fortverlauf des Films zeigte Norris keine Sentimentalitäten und verzog keine Miene.

 

Fazit:
Ansonsten ein sehr spannender Film, der recht kurzweilig war und gut unterhalten hatte.

Ich werde aber wohl einfach nie verstehen, wieso viele Karatefilme erst ein FSK: 18 haben, obwohl kein Blut spritzt oder ähnliche brutale Szenen drin sind....ein FSK: 16 hätte auch hier mehr als genügt.

Zur Bewertung.... so komme ich hier zu einer wahren Achterbahnfahrt: ich lasse mal die Punkte aussen vor, für das der Film nichts kann und beschränke mich auf den Film selbst. Alles round(kick)about gebe ich hier 3 Sterne - aber aus Nostalgiegründen gibts einen obendrauf und komme auf irgendwie sehr geschmeichelten 4 Sterne aber das eben auch nur, weil die Story wirklich gut war.

Dennoch muß ich aus heutiger Sicht feststellen, dass mir die B-Movie-Actionfilme von damals längst nicht mehr so gut gefallen wie früher zu meiner Jugendzeit....irgendwie....fehlte mir heute was und das stereohafte ist nicht mehr ganz so mein Fall wie damals....schwer zu erklären.