Der Mann, der zu Weihnachten kam

( Mister Soft Touch ) ( USA, 1949 )

Inhalt vom Film

 

ReWatch gemacht am: 24.12.2015

 

Diskussionsthread in meinem Forum

Der Film ist eine schöne Mischung aus Weihnachtsfilm, Krimi und Film Noir. Zudem besitzt er auch einen netten Humor.

Herrlich am Anfang, wo Ford bei seinem früheren Partner Unterschlupf findet. Sein Partner ist mittlerweile ein seltsamer Vogel geworden, der ein Faible dafür hat, mitten in der Nacht lautstark auf seiner Trommel das ganze Wohnhus aufzuwecken - zudem schlägt er seine Ehefrau. Als einer der Nachbarn mal wieder die Cops ruft, verwechseln sie den Typen mit Ford. Ford spielte natürlich mit, um nicht aufzufliegen. Ford hielt es für eine gute Idee, eine Nacht im Knast unter fremden Namen zu verbringen, weil man dort natürlich nicht nach ihm suchen würde - doch ausgerechnet die Sozialarbeiterin Jenny Jones setzt sich für ihn ein und boxt ihn aus den Knast raus.

Ford lernt daraufhin das wahre Leben von Jenny kennen....sie setzt sich in einem Obdachlosenheim ein und kümmert sich nebenbei um verwahrloste Kinder. Eine echte Hilfe war Ford anfangs nicht....beim Kartenspielen nimmt er ein paar Teenis aus, die ihn eigentlich abzócken wollten. und beim Dekorieren der Weihnachtslichterketten, fällt er versehentlich von der Leiter und demoliert so ausgerechnet das einzigste Klavier.

Dieser eine Opa war auch ganz witzig....in einer Szene meinte er zu Ford:

Opa: Ich habe vorhin einen Kampf mit meinem Gedächtnis ausgefochten.
Ford: Wer hat gewonnen?
Opa: Mein Gedächtnis! Prost! 

Herrlich auch das Bett von Ford....sowas durchgelegenes habe ich auch noch nicht gesehen. Er legte sich ins Bett und fiel fast bis auf den Fußboden durch .

Ab der Mitte des Films liess der Humorpegel deutlich nach, und der Dramaanteil gewann immer mehr an Fahrt auf.  Ich konnte Ford ja verstehen, dass er sich eigentlich nur das holen wollte, worum ihn die Gangster gebracht haben. Als die seinen Partner ermordetetn und Ford in dem Obdachlosenheim aufspüren, wirds brenzlig. Sie legten Feuer und dabei kam ein kleines Mädchen um. Jenny und Ford, die sich mittlerweile deutlich näher gekommen sind werden auf die Probe gestellt. Jenny weiß mittlerweile, dass Ford nicht der verrückte frauenschlagende Trommler ist, sondern eben Joe Miracle (passender Nachname für den Film).

Ford denkt nicht daran, den Gangstern sein Geld wieder auszuhändigen und bringt Jenny und das Obdachlosenheim in große Gefahr. Als Ford denn flüchten will, besann er sich doch und will bei Jenny bleiben und sein geld in das Obdachlosenheim stecken. Da wird Ford am Ende von den Cops erschossen und stirbt in Jennys Armen. :(

 

Ein wirklich sehr guter Weihnachtsfilm über Aufopferung, Ehre und Stolz. Das Film Noir mischt gekonnt Crime, Drama und humorvolle Elemente zusammen.

Der Film bekommt von mir: